Für zerstrittene US-Reformpartei
Buchanan nimmt Kandidatur an

Der Rechtspopulist Pat Buchanan hat in der Nacht zum Sonntag die Nominierung als Präsidentschaftskandidat für die US-Reformpartei angenommen.

afp LONG BEACH. Als Präsident werde er hart gegen Abreibung vorgehen, den Rückzug aus der Welthandelsorganisation WTO einleiten sowie die UNO von ihrem Sitz in New York vertreiben, kündigte Buchanan in einer 45-minütigen Rede vor den Delegierten in Long Beach an. Buchanan ist jedoch nur einer von zwei Kandidaten der zerstrittenen Reformpartei.

Am Freitag hatte ein anderer Flügel der Partei ebenfalls in Long Beach den Physiker John Hagelin als Bewerber um das Weiße Haus nominiert. Buchanan hatte die im Internet organisierten Vorwahlen der Partei deutlich gewonnen. Hagelins Anhänger bestritten Buchanans Sieg jedoch und warfen ihm vor, unrechtmäßig Stimmen der Republikanischen Partei mit eingebracht zu haben. Buchanan war vergangenes Jahr von den Republikanern zur Reformpartei gewechselt.



"Eine Million Partei-Anhänger"



Der Streit hat auch einen finanziellen Hintergrund: Die Reformpartei hat dieses Jahr Anrecht auf staatliche Wahlbeihilfen von 12,6 Millionen Dollar (27,3 Millionen Mark). Das Geld bekommt jener Kandidat, der offiziell von den Parteimitgliedern nominiert wird. Die Reformpartei wurde vor acht Jahren von dem texanischen Milliardär Ross Perot gegründet, der dieses Jahr nicht mehr kandidiert. Die Partei hat nach eigenen Angaben eine Million Anhänger.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%