Fund liegt vier Wochen zurück
Nitrofuranbelastetes Fleisch in Hessen gefunden

Die staatlichen Kontrolleure entdeckten belastete Lebensmittel, die offenbar aus Thailand stammen.

dpa WIESBADEN. Hessische Lebensmittelkontrolleure haben gesundheitsgefährdende Nitrofurane in Geflügelfleisch und Garnelen aus Thailand gefunden. Dies teilte das Wiesbadener Sozialministerium am Montag mit. Der Fund liege etwa vier Wochen zurück. Nitrofuranbelastetes brasilianisches Geflügelfleisch, wie es nach Angaben des Bundesverbraucherministeriums in Hamburg aufgetaucht war, sei in Hessen bislang nicht entdeckt worden. Die für Antibiotika in der Tierzucht verwendeten Nitrofurane sind in der EU verboten, weil sie als Krebs erregend gelten.

Die Lebensmittelbehörden kontrollieren nach Darstellung des Sozialministeriums auf Grund einer EU-Warnung seit längerem Geflügel und Garnelen aus Thailand auf die Chemikalie. Seit dem 11. Juni seien die Kontrollen auch auf brasilianisches Geflügel ausgedehnt worden. Die Wiesbadener Außenstelle des Gießener Untersuchungsamts sei das einzige Labor in Deutschland, das diese Tests durchführen könne. In ganz Europa gebe es nur vier solcher Labors.

Das Bundesverbraucherministerium hatte am Sonntag Funde von nitrofuranbelastetem Geflügelfleisch in Hessen und Hamburg gemeldet und als Herkunftsland Brasilien genannt. Was den hessischen Fund angehe, sei dies offenbar ein Irrtum gewesen, sagte eine Sprecherin des Wiesbadener Sozialministeriums.

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