Funkausstellung größer und internationaler als je zuvor
Berlin wird zum Mekka der Unterhaltungselektronik

In Berlin bestimmen ab Samstag die neuesten Trends der Unterhaltungselektronik das Stadtbild. Auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) wird die neue Rekordzahl von 915 Ausstellern Innovationen für den privaten Verbraucher präsentieren. Hintergründe zur Ifa im Special von Handelsblatt.com

ddp BERLIN. Obwohl die meisten Politiker noch in den Sommerferien sind, steht die deutsche Hauptstadt ab Samstag wieder im Rampenlicht. Doch nicht Parlamentsbeschlüsse und Gesetzesvorlagen werden das bestimmende Thema sein, sondern die neuesten Trends der Unterhaltungselektronik. Auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) unter dem Berliner Funkturm wird die neue Rekordzahl von 915 Ausstellern aus 40 Ländern Innovationen für den privaten Verbraucher präsentieren. Wie vor zwei Jahren erwarten die Veranstalter zu der neuntägigen Leitmesse der Consumer Electronics wieder knapp 380 000 Besucher.

Ein "multimediales Feuerwerk" verspricht der Geschäftsführer der Messe Berlin, Christian Göke. Das Angebots-Spektrum auf 160 000 Quadratmetern Ausstellungsfläche reicht vom digitalen Fernsehen und Hörfunk über das "Intelligente Heim" bis hin zur mobilen Kommunikations- und Informationstechnologie. Rund 90 % der am Weltmarkt tätigen Unternehmen stellen sich vor. Erstmals in der 77-jährigen Geschichte der IFA sind mehr internationale (461) als nationale Aussteller (454) vertreten.

Ein Schlagwort der Messe wird Digitalisierung sein, ist sich Alexander Plett vom IFA-Veranstalter Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (GFU) bereits im Vorfeld sicher. So werden Videorecorder mit digitaler Technik auf breiter Front eingeführt. Festplatten- oder DVD-Laufwerke, die bisher hauptsächlich vom Computer bekannt sind, bieten wesentlich mehr Komfort als das heute noch übliche Mitschneiden auf Kassette. Zudem können sich die Besucher auf digitale Camcorder und Fotografie, digitales Fernsehen und Internet über TV freuen. Überhaupt wird die Vernetzung der einzelnen Geräte eine immer größere Rolle spielen.

Content wird immer wichtiger

Zunehmende Bedeutung gewinnt auch der Bereich Content - zu deutsch Inhalt. Dazu gehört das gesamte Spektrum von Programmen, Software und Medieninhalten. Das Segment ist in der Branche als vierte Säule zu den bisherigen drei C (Consumer Electronics, Communication und Computer) hinzugekommen und wird sich auf der IFA in einem eigenen Bereich präsentieren.

Auch auf der Hardware-Seite wartet die Messe mit zahlreichen Neuerungen auf - angefangen vom kleinsten Bildschirm über schon 70 Zentimeter große LCD-Fernseher bis hin zu den über 1,50 Meter großen Plasma-Bildschirmen. Zu sehen ist auch die teuerste High-End-Anlage der Welt. Dazu gehören unter anderem fünf Lautsprecher, sechs Subwoofer, Schallplattenspieler, CD-Player, DVD-Audio und-Video, Super-Audio-CD und ein Projektor. Das Gerät der Superlative kostet rund vier Mill. DM.

Für Unterhaltung auf der Messe sorgen zahlreiche Fernseh- und Rundfunksender, vor allem aus dem öffentlich-rechtlichen Bereich. Mit ihrer Präsenz machen sie aus der IFA ein Medienereignis von besonderem Rang, denn viele Sendungen werden auf dem Messegelände produziert und die Besucher können das Geschehen live miterleben.

Als Premiere wartet die diesjährige Messe mit einer IFA-Night auf. Am 31. August sind die Messetore nicht nur bis 18.00 Uhr, sondern bis 24.00 Uhr geöffnet. Den Besuchern soll eine attraktive Mischung aus Produkt- und Trendschau sowie Party geboten werden. Eine Hauptrolle bei dem nächtlichen Spektakel spielt der Funkturm. Der von den Berlinern liebevoll "Langer Lulatsch" genannte Turm feiert am 3. September seinen 75. Geburtstag. Krönender Abschluss der IFA-Night ist um Mitternacht ein Feuerwerk.

Hintergründe zur Ifa im Special von Handelsblatt.com

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