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Funke rechnete offenbar bereits im April mit BSE-Fällen

Experten aus verschiedenen Bundesinstituten hätten am 13. April bei einem Gespräch im Landwirtschaftsministerium eine entsprechende "Bewertung des BSE-Risikos" in Deutschland abgegeben, heißt es in einem Zeitschriftenbericht.

adx MÜNCHEN. Bundeslandwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke (SPD) hat offenbar bereits seit April mit dem ersten BSE-Fall in Deutschland gerechnet. Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" am Freitag vorab berichtet, hätten Experten aus verschiedenen Bundesinstituten am 13. April bei einem Gespräch im Landwirtschaftsministerium eine entsprechende "Bewertung des BSE-Risikos" in Deutschland abgegeben. Im Sitzungsprotokoll am 26. April heißt es wörtlich: "Es bestand einhellig die Meinung, dass von politischer Seite Vorbereitungen für den ersten Fall von einheimischer BSE in Deutschland getroffen werden sollten." Noch bis November bezeichnete Funke Deutschland als BSE-frei und deutsches Rindfleisch als sicher.

Wie die Zeitschrift weiter berichtet, waren bei dem April-Gespräch auch Spitzenvertreter von Bundesbehörden anwesend, die der Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer (Grüne) unterstellt sind. Während des Gesprächs hätten Experten bereits darauf hingewiesen, dass sich auch "Schafe auf natürlichem Wege mit dem BSE-Erreger infizieren können". Die Entwicklung eines Schnelltest-Verfahrens für die BSE-ähnliche Schafskrankheit Scrapie werde "als besonders vordringlich angesehen".

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