Furcht vor weiteren Anschlägen
Dax rauscht in die Tiefe

Die Furcht der Anleger vor weiteren Anschlägen nach den jüngsten Attentaten in Marokko sowie die Warnung des Internationalen Währungsfonds (IWF) vor einer Deflation in Deutschland haben den Deutschen Aktienindex am Montag deutlich belastet.

Reuters FRANKFURT. Deutschlands wichtigster Börsenindex schloss mit einem Minus von 4,6 % bei 2850,7 Punkten. Der Nebenwerteindex MDax gab um 1,6 % auf 3277,9 Punkte nach, der Technologieindex TecDax fiel um 2,7 % auf 387,7 Zähler. Ein Händler sagte, mehrere Faktoren drückten auf die Stimmung: "Die Anleger haben Angst vor weiteren Attentaten und den Auswirkungen auf die Börsen. Die Warnungen des IWF vor einer Deflation in Deutschland und der starke Euro kommen noch dazu."

Der Dax baute seine Verluste gegen Abend im Sog der fallenden US-Börsen aus. Bei Börsenschluss in Frankfurt verbuchte der Standardwerteindex Dow Jones ein Minus von 2,1 % auf 8495 Punkte, der technologielastige Nasdaq-Composite rutschte um 2,4 % auf 1501,4 Punkte.

Am Wochenende waren bei einer Serie von fünf offenbar koordinierten Selbstmordanschlägen in der marokkanischen Hafenstadt Casablanca mehrere Dutzend Menschen getötet und etwa hundert verletzt worden. In einem am Sonntag veröffentlichten Bericht hatte der IWF das Risiko einer Deflation in Deutschland bei einem anhaltend schwachen oder sich weiter abschwächenden Wirtschaftswachstum als hoch bewertet.

Deutlich unter Druck gerieten die Titel der Versicherer Allianz und Münchener Rück, die um 8,1 % auf 61,9 ? beziehungsweise um acht Prozent auf 85,4 ? nachgaben. Sie bekamen Händlern zufolge die allgemeine Marktschwäche zu spüren. Da Versicherer selbst in Aktien investiert sind, leiden sie in der Regel unter einem fallenden Markt besonders stark.

Die Anschläge in Casablanca belasteten Händlern zufolge auch die Aktien des Reisekonzerns Tui, die um 5,8 % auf 11,1 ? fielen.

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