Fusion bleibt in der Schwebe
Lekkerland und Tobaccoland treten auf der Stelle

Der vom Kartellamt genehmigte und vom Berliner Kammergericht wieder untersagte Zusammenschluss des Süßwaren-Lieferanten Lekkerland mit dem Tabakgroßhändler Tobaccoland bleibt auch nach vier Jahren weiter in der Schwebe.

Reuters KARLSRUHE. Das Berufungsgericht habe die Gründe für die Ablehnung nicht ausführlich genug geprüft, rügte der Kartellsenat des Karlsruher Bundesgerichtshofs (BGH) in einem am Mittwoch veröffentlichten Beschluss und verwies den Fall an das Kammergericht zurück. Die Berliner Richter hatten ihrerseits die Grundlagen der Freigabe durch das Kartellamt als unzureichend beanstandet und das Amt aufgefordert, weitere Ermittlungen anzustellen. Nun muss sich das Kammergericht selbst einen neuen Überblick verschaffen, ob Lekkerland und Tobaccoland vor allem in Nordrhein-Westfalen auf einen zu hohen Marktanteil kommen. Die Fusion war bereits 1999 vollzogen worden.

Mit dem Kölner Unternehmen Tabak Barthel hatte erstmals ein Konkurrent Beschwerde gegen eine Entscheidung der Kartellbehörde eingelegt. Dies ist gesetzlich erst seit 1999 möglich. Gegen das Urteil des Kammergerichts waren wiederum das Kartellamt und die beiden Fusionspartner vor den BGH gezogen. Lekkerland-Tobaccoland beliefert insgesamt 70 000 Kioske, Bäckereien und Tankstellen mit Süßwaren, Snacks und Zigaretten. Das Unternehmen mit 5000 Mitarbeitern hat seinen Sitz in Frechen bei Köln.

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