Fusion der Mischkonzerne Veba und Viag
Degussa: Von Goldscheideanstalt zum Spezialchemieriesen

Die Degussa AG ist der weltweit größte Spezialchemieanbieter mit einem Umsatz von knapp 13 Milliarden Euro im Jahr 2001. Die Wurzeln des Düsseldorfer Konzerns liegen aber nicht am Rhein, sondern an Spree und Main. Die älteste Keimzelle ist die Goldschmidt AG, die vor 155 Jahren in Berlin mit einer Chemiefabrik startete.

dpa DÜSSELDORF. Als Namensgeber setzte sich bis heute die Deutsche Gold- und Silber-Scheideanstalt - kurz Degussa - durch, die vor 129 Jahren in Frankfurt/Main gegründet wurde. Die dritte Unternehmenslinie ist die Bayerische Stickstoff AG, -Werke Berlin, die vor 94 Jahren aus der Taufe gehoben wurde und in Trostberg (Bayern) die Produktion aufnahm.

Als großer Schmelztiegel erwies sich die Fusion der Mischkonzerne VEBA und VIAG im Jahr 2000. Im Zuge des Zusammenschlusses wurden auch die Chemietöchter Degussa-Hüls und SKW Trostberg verschmolzen. Die Degussa AG ging im Februar 2001 als drittgrößtes Chemieunternehmen Deutschlands nach BASF und Bayer an den Start. Die Eon-Tochter zieht sich aus einer Reihe von Randaktivitäten zügig zurück. Bis Ende 2001 verkaufte sie bereits 9 Firmen und Beteiligungen. Der Erlös von 2,8 Mrd. Euro floss ins Kerngeschäft, zu dem Feinchemikalien für die Pharmaindustrie, Bauchemikalien, Lacke und Kunststoffe gehören.

Aus Kostengründen werden bis zum Jahr 2004 rund 4000 Arbeitsplätze abgebaut. Ende 2001 arbeiteten weltweit 53 400 Frauen und Männer im Degussa-Konzern. Größter Aktionär ist Eon mit 64,56 Prozent. Banken, Versicherungen und Investmentgesellschaften besitzen 20 Prozent. Die Privatanleger halten 14 Prozent der Aktien (Stand Jahresmitte 2001).

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