Fusion derzeit kein Thema
Gescheiterte Fusion kostet Dresdner Bank eine Milliarde DM

dpa-afx HAMBURG. Die gescheiterte Fusion mit der Deutschen Bank hat bei der Dresdner Bank nach einem Bericht der "Welt am Sonntag" mit Kosten in Höhe von einer Mrd. DM zu Buche geschlagen. "Das operative Geschäft hat gelitten. Die Auswirkungen können sich im zweiten Halbjahr zeigen, weil wir so manches Mandat nicht gewonnen haben", sagte der Vorstandsvorsitzende der Dresdner Bank, Bernd Fahrholz, dem Blatt. Die Bank habe sich nicht ausreichend um neue Kundenbeziehungen etwa in Osteuropa kümmern können.

"Die gescheiterte Fusion mit der Deutschen Bank schlug bei uns mit einer Milliarde DM zu Buche. Der Aufwand für die Gespräche mit der Commerzbank fällt dagegen nicht ins Gewicht", sagte Fahrholz dem Blatt. Er schloss auf absehbare Zeit aus, dass die Dresdner Bank nach den gescheiterten Fusionsversuchen mit der Deutschen Bank und der Commerzbank einen weiteren Anlauf für eine Fusion starte werde. "Selbst wenn ich wollte, sehe ich derzeit für uns keinen Partner, mit dem wir uns über eine Fusion unterhalten könnten", sagte er.

Vom Rekordtief des Euro zeigte Fahrholz sich unbeeindruckt: "Ich gehe davon aus, dass der Euro damit seinen Boden gefunden hat". Die geplante Fusion der Deutscher Börse mit der London Stock Exchange nannte er einen Kompromiss, der aus Frankfurter Sicht Wünsche offen lasse. "Ich denke da zum Beispiel an den Neuen Markt." Ein Alleingang der deutschen Börse sei mit Blick auf das Zusammenwachsen der Märkte jedoch nicht der richtige Weg.

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