Fusion für Oktober 2002 anvisiert
Japanische NKK und Kawasaki schmieden Stahl-Ehe

Die beiden Stahlkonzerne reagieren damit auf den sich weiter verschärfenden Wettbewerb in der Branche. Der neue Konzern würde Nippon Steel als größter Stahlhersteller Japans ablösen.

Reuters TOKIO. Die zwei japanischen Stahlhersteller NKK Corp und Kawasaki Steel Corp wollen angesichts des sich verschärfenden Wettbewerbs in der Branche im nächsten Jahr unter einer Holdinggesellschaft zum größten Stahlkonzern des Landes fusionieren. Der Zusammenschluss solle den beiden Stahlherstellern dabei helfen, neue Produktlinien zu entwickeln sowie Betriebskosten und Lagerbestände zu senken, teilten NKK und Kawasaki Steel am Freitag in Tokio mit. Die geplante Fusion sei für Oktober 2002 anvisiert.

Nach dem Zusammenschluss würde der neue Konzern gemessen an der Produktion zum größten Stahlhersteller Japans aufsteigen und die derzeitige Nummer eins Nippon Steel Corp ablösen. NKK ist derzeit der zweitgrößte Stahlhersteller des Landes, Kawasaki der drittgrößte. Das Fusionsverhältnis innerhalb der neuen Holding stehe allerdings noch nicht fest, hieß es weiter.

An der Tokioter Börse schloss der Aktienkurs von NKK zu Wochenschluss 12,6 Prozent höher auf 116 Yen, während Kawasaki 3,7 Prozent schwächer auf 129 Yen aus dem Handel gingen.

Wie im Automobilbereich setzt sich auch in der Stahlbranche der Konsolidierungsprozess fort. Vor ein paar Monaten hatten die französische Usinor, die luxemburgische Arbed SA und die spanische Aceralia bekannt gegeben, sich zum größten Stahlhersteller der Welt zusammenschließen zu wollen.

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