Fusion HP/Compaq
Analysten setzen weiter voll auf Dell

Nach Meinung von Analysten wird es den Computerherstellern Hewlett-Packard (HP) und Compaq nach ihrer Fusion kaum gelingen, den Marktführer im PC-Bereich, Dell Computer Corp., an die Wand zu drängen.

HB SAN FRANCISCO. "Die Vorstellung, dass Hewlett-Packard und Compaq gemeinsam eine ernsthafte Herausforderung für Dell darstellen, ist Unsinn", fasst Charles Rutstein, Analyst beim Marktforschungsunternehmen Forrester Research knapp zusammen. "Zwei Firmen zu kombinieren, die im PC-Geschäft Schwächen haben, macht sie nicht automatisch zum schlagkräftigen Wettbewerber."

Schon seit einiger Zeit haben HP und Compaq Schwierigkeiten im PC-Geschäft: Sie verloren Marktanteile an den Konkurrenten Dell, der vor Monaten einen erbitterten Preiskampf startete. Es gehe nicht darum, welches Unternehmen größer sei, sondern welches das effizientere Geschäftsmodell habe, schreibt Analyst Joe Moore von Goldmann Sachs in einem Report. Dell habe sich einen Vorsprung erarbeitet, den HP und Compaq vergeblich aufzuholen versucht hätten. Daran ändere auch der Zusammenschluss nichts.

Andrew Neff, Analyst beim Investmenthaus Bear Stearns, glaubt, dass Dell sogar von der Fusion profitieren kann. "Dell hat ein effizienteres Geschäftsmodell und wird das Gemeinschaftsunternehmen unter Druck setzen", sagt er. Dell werde die Phase, in der HP und Compaq mit der Integration ihrer Unternehmen beschäftigt sind, nutzen, um Marktanteile zu gewinnen. "Aus dem Preiskampf wird Dell als Gewinner hervor gehen", meint Neff. Zur Zeit ist Dell mit 13 % Marktanteil Weltmarktführer. Nach der Fusion hätten HP und Compaq gemeinsam 19 % Marktanteil.

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