Fusion in Planung
Bei Wirtschaftsprüfern entsteht neuer Riese

Bei Andersen herrscht Feierstimmung: Die Fusion mit Ernst & Young scheint so gut wie sicher. Damit entstünde neben KPMG und Price Waterhouse Coopers ein drittes Schwergewicht am deutschen Wirtschaftsprüfer-Markt.

wiwo/rtr DÜSSELDORF. Andersen hat sich entschieden: Wie die Mehrheit der Andersen-Gesellschaften in anderen Ländern, will die Prüfungsgesellschaft in Deutschland mit seinem Konkurrenten Ernst & Young fusionieren. Am kommenden Samstag werden die Partner von Ernst & Young über das Zusammengehen mit Andersen in Deutschland endgültig entscheiden. Im Umfeld von Andersen zeigte man sich am Mittwoch zuversichtlich, dass Ernst & Young der Fusion zustimmen wird.

Gelingt die Fusion, dann würde sich das Konkurrenz-Gleichgewicht der großen deutschen Wirtschaftsprüfungen massiv verschieben. Denn bisher sind KPMG und Price Waterhouse Coopers mit jeweils etwas mehr als 1,4 Mrd. Euro Umsatz und 9 000 beziehungsweise 11 000 Mitarbeitern Marktführer in Deutschland.

Ernst & Young und Andersen würden bei einem Zusammenschluss erstmals an das Niveau der beiden Spitzenreiter herankommen. Beide Unternehmen erzielen gemeinsam einen jährlichen Umsatz von rund einer Milliarde Euro und beschäftigen etwa 7 500 Mitarbeiter.

Wie sich die Fusion auf Geschäftsprozesse und Zahl der Mitarbeiter auswirken könnte, dazu wollten die beiden Prüfungsgesellschaften jedoch noch keine Stellung beziehen.

Für den Konkurrenten KPMG, mit dem Andersen ebenfalls über eine Allianz verhandelt hatte, kommt die Entscheidung für Ernst & Young nicht überraschend: "Es bestand von Anfang an Klarheit zwischen KPMG und Andersen, dass ein nationaler Alleingang von Andersen in Deutschland wenig Charme hat", erklärt Marita Reuter, Pressesprecherin von KPMG. Nach Bekanntgabe der Fusion von Andersen und Ernst & Young in Frankreich sei auch die Richtung für Deutschland vorgegeben gewesen.

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