Fusion zwischen BMG und EMI vorstellbar
Bertelsmann will mit RTL Group weiter expandieren

"RTL ist europäischer Marktführer, aber es gibt noch manche weiße Flecken auf der Landkarte", kündigte Finanzvorstand Siegfried Luther in der "Welt am Sonntag" an.

dpa/afx HAMBURG "RTL wird bei der anstehenden Konsolidierung eine Rolle spielen und entsprechend zukaufen." Kandidaten wolle er jedoch nicht nennen. Auch eine Expansion in die USA sei jetzt "denkbar". Das bestehende RTL- Management solle im Amt bleiben.

Wie die Zeitschrift "Euro am Sonntag" berichtet, verhandelt der Bertelsmann-Konzern mit der spanischen Telefonica über eine Allianz. Es gehe sowohl über einen Einstieg bei Telefonica Media als auch über eine Zulieferung von Inhalten für die nächste Mobilfunkgeneration (UMTS). Ein Bertelsmann-Sprecher sagte, man kommentiere derartige Spekulationen nicht.

In der spanischen Presse war bereits über einen Einstieg der RTL Group bei Telefonica Media spekuliert worden. Anfang der Woche hatte Bertelsmann die Übernahme der Mehrheit bei RTL Group bekannt gegeben. Wie die Wirtschaftszeitung "Cinco Dias" berichtete, soll die RTL Group die Führung über Telefonica Media übernehmen. Die RTL Group ist bereits bei dem zu Telefonica gehörenden TV-Sender Antena 3 mit 17,22 % beteiligt.



Fusion zwischen BMG und EMI vorstellbar

Neben dem Fernseh-Geschäft will Bertelsmann auch die Musiksparte weiter ausbauen. "Eine Fusion von Bertelsmann-BMG mit der britischen EMI-Gruppe können sich die Beteiligten sehr gut vorstellen", erläuterte Luther. Fraglich sei derzeit noch, ob sich ein Zusammenschluss wegen der zu erwartenden Kartellauflagen ökonomisch rechtfertige.



Keine weiteren Veränderungen in der Gesellschafterstruktur

Nach dem Einstieg der belgischen Investorengruppe Groupe Bruxelles Lambert (GBL) bei der Bertelsmann AG sind nach Angaben von Finanzvorstand Luther keine weiteren Veränderungen in der Gesellschafterstruktur zu erwarten. "Es ist derzeit nicht angedacht, solch einen Deal zu wiederholen. Schließlich haben wir angekündigt, nicht mehr als 25 % der Stimmrechte abzugeben."

Diese 25 % könne der neue Gesellschafter in drei bis vier Jahren an die Börse bringen. Damit sei dann das Gesamtunternehmen gelistet.

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