Fusionen
Siemens-Tochter Infineon steigt bei Sican-Gruppe in Hannover ein

dpa-afx HANNOVER/MÜNCHEN. Die Siemens-Tochter Infineon steigt bei der Mikroelektronik-Gruppe Sican in Hannover ein. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus dem Umfeld beider Unternehmen. Mit den bisherigen Gesellschaftern von Sican sei sich Infineon weitgehend einig. Infineon übernimmt demnach künftig die industrielle Führerschaft.

Infineon und Sican lehnten eine Stellungnahme zu den Plänen ab. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates von Sican, Bernhard Schäfer, bestätigte auf Anfrage lediglich, dass die Suche nach einem starken industriellen Partner erfolgreich gewesen sei. Zu Spekulationen über den künftigen Partner und Einzelheiten der Einigung sei vorerst noch Stillschweigen vereinbart worden.

Sican ist Spezialist für Halbleiter und entwickelt und fertigt auch Systeme für die industrielle Automation. Die 300 Beschäftigten hätten in einer außerordentlichen Betriebsversammlung positiv reagiert, hieß es. Bisherige Gesellschafter des Unternehmens mit rund 70 Mill. DM Jahresumsatz sind die Kreissparkasse Hannover, der TÜV Süddeutschland sowie der frühere Baan-Manager Karl-Heinz Voß.

Das Unternehmen war vor mehr als zehn Jahren mit starker öffentlicher Förderung des Landes als niedersächsisches Mikroelektronikzentrum gegründet worden. Insgesamt flossen von 1990 bis 1998 etwa 260 Mill.. DM (rund 133 Mill.. Euro) vom Land Niedersachsen in das Unternehmen und seine Projekte. Nach einer EU-Entscheidung vom Mittwoch müssen Projektpartner jetzt knapp 3,0 Mill. DM zurückzahlen.

Aufsichtsratschef Schäfer, zugleich Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse, sagte, Sican verfüge inzwischen über international anerkanntes Know-How. Mit dem seit vorigem Jahr amtierenden neuen Management seien auch die wirtschaftlichen Probleme früherer Jahre gelöst.

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