Fusionskosten drücken Gewinne
Walter Bau leidet unter Auftragsrückgang

Dem Abwärtstrend der Baubranche im ersten Halbjahr hat sich auch die Augsburger Walter Bau AG nicht entziehen können. Im zweiten Halbjahr dürften die Aufträge noch weiter zurückgehen.

adx Augsburg (ADX). Die Walter Bau AG hat sich dem Abwärtstrend der Baubranche im ersten Halbjahr nicht entziehen können. Während die Gesamtbauleistung auf Grund der milden Wintermonate gegenüber dem Vorjahreszeitraum noch um 1,2 % auf 3,708 Mrd. DM zunahm, gab es beim Auftragsbestand und Auftragszugang kräftige Einbußen.

Der Auftragsbestand lag mit 7,435 Mrd. DM um 11,3 % unter dem "sehr hohen Wert des Vorjahres", obwohl er im Inland um 1,4 % auf 5,791 Mrd. DM stieg. Für das Gesamtminus gegenüber dem Vorjahreswert sorgte der Auslandsbereich. Er sank wegen schleppenden Auftragseingangs in Australien sowie der Stornierung eines Großauftrages in Peru um 38,5 % auf 1,644 Mrd. DM.

Noch kräftigere Rückgänge musste Walter Bau bei den Auftragszugängen verkraften. Sie reduzierten sich im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 24,8 % auf 3,951 Mrd. DM. Im Inland nahmen die Eingänge um 17,6 % auf 3,132 Mrd. DM ab, im Auslandsbereich sanken die Orders durch Rückgänge in Nordamerika und Australien um 43,7 % auf 819 Mill. DM. Unter den Rückgängen hatte auch die Zahl der Mitarbeiter zu leiden. Sie sank kumuliert um 12,8 % auf 17 990. Im Inland beschäftigte Walter Bau 9 638 Mitarbeiter gegenüber 10 495 im Vorjahreszeitraum. Sämtliche Zahlen berücksichtigen die seit August rechtswirksame Fusion der Walter Bar AG mit der Heilit+Woerner AG. -Bau



Harter Verdrängungswettbewerb in der deutschen Baubranche

Für die zweite Jahreshälfte rechnet der Konzern mit einer weiteren Reduzierung des Auftragsbestandes und damit der Bauleistung. Im Inland zwinge der harte Verdrängungswettbewerb zu ausgewählter Angebotspolitik, begründete Walter Bau diese Prognose. Im Ausland sei hingegen durch aussichtsreiche Verhandlungen mit einer Verbesserung des Auftragsbestandes zu rechnen. Obwohl die fusionsbedingten Mehrkosten sich im laufenden Geschäftsjahr gewinnmindernd auswirken, rechnet der Konzern für das Gesamtjahr mit einem ausgeglichenen Ergebnis. Dies könne jedoch nur erreicht werden, wenn "schleppende Nachtragsverhandlungen mit großen halböffentlichen Auftraggebern" rechtzeitig beendet würden.

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