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Fusionspartner mit hohen Verlusten

Die vor der Fusion stehenden Internet-Dienstleister Focus Digital und Tomorrow Internet haben im ersten Halbjahr ihre Verluste wegen Anlaufinvestitionen deutlich ausgeweitet.

rtr FRANKFURT. Die Münchener Focus Digital vergrößerte ihren Verlust vor Steuern auf 20,5 Mill. DM von 5,6 Mill. DM im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Bei der Hamburger Tomorrow Internet stieg der Fehlbetrag auf 7,6 (2,89) Mill. ?. Trotz des schwachen Werbemarktes steigerten die beiden am Neuen Markt notierten Unternehmen ihre Umsätze. Von der Fusion zum größten Internet-Medienkonzern in Deutschland erhoffen sie sich Synergieeffekte und eine größere Marktdurchdringung.

Am Neuen Markt verbuchten die Aktien der Fusionspartner am Freitagvormittag Kursgewinne. Tomorrow stiegen in einem insgesamt schwächeren Marktumfeld um 2,2 % auf 3,25 ?, Focus Digital legten zeitweise sogar 6,4 % auf 4,31 ? zu.

Die Verlustausweitung bei Focus Digital sei vor allem auf die Kosten des Börsengangs sowie Investitionen in den Aufbau der Suchmaschine "Netguide" und den deutschen Internetauftritt von "Playboy" zurückzuführen, erläuterte eine Sprecherin. Der Umsatz sei in den ersten sechs Monaten um 8,1 % auf 13,4 Mill. DM gestiegen. Die Werbeerlöse gingen hingegen auf 5,5 (8,2) Mill. DM zurück. Für die kommenden Monate gab sich das Unternehmen jedoch optmistisch, dass sich die Situation auf dem Werbemarkt entspannen werde. "Im traditionell stärkeren zweiten Halbjahr rechnet das Unternehmen daher mit deutlich steigenden Erlösen", hieß es.

Tomorrow Internet steigerte ihren Umsatz im ersten Halbjahr um 67 % auf 10,5 Mill. ?. Der Anstieg resultiere vor allem aus den neuen Geschäftsfeldern, die über das klassische Online-Advertising hinausgingen. Der gestiegene Fehlbetrag sei zum Teil auf Anlaufinvestitionen der Tochtergesellschaften Tomorrow Technologies GmbH und Bellevue AG zurückzuführen, teilte das Unternehmen mit.

Mit dem fusionieren Unternehmen, das den Namen Tomorrow Focus AG tragen soll, will der designierte Vorstandschef Jörg Bueroße - bislang Chef von Focus Digital - im kommenden Jahr operativ schwarze Zahlen schreiben. Hierzu sollen die Kosten gesenkt und auch Personal abgebaut werden.

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