Fusionspläne müssen noch genehmigt werden
Bergbaugruppe BHP plant Fusion mit Billiton

BHP werde 58 % und Billiton 42 % an der neuen Gruppe besitzen, teilte BHP am Montag mit. Damit werde der weltweit zweitgrößte Rohstoffkonzern kreiert.

Reuters MELBOURNE/LONDON. Gleichzeitig werde BHP für internationale Investoren interessant und Billiton könne eine Übernahme durch den südafrikanischen Erzrivalen, Anglo American,

verhindern, hieß es. Anleger und Analysten begrüßten die Fusionspläne.

Der Konzern müsse sich entscheiden, ob er an der Zusammenlegung der Industrie teilnehmen, diese anführen und gestalten, oder nur ein Opfer der Konsolidierung sein wolle, sagte BHP-Vorstandsvorsitzender, Paul Anderson. Nur wenige der Konkurrenzfirmen seien derart positioniert, um den diversen Ansprüchen des Kundenstammes zu entsprechen, erklärte Brian Gilbertson, Vorstandsvorsitzender von Billiton. Mit Blick auf die Ressourcen der beiden Firmen, sagte Gilbertson: "Dies ist das beste Geschäft, das zwischen den Rohstoff-Firmen entstehen konnte."

Analysten zufolge wird die Verbindung von Produkten und Lage der beiden Firmen in der Bergbauindustrie ein Wettbewerbsvorteil sein. Der neue Konzern, der sowohl in Australien als auch in London notiert sei, werde führende Positionen im Abbau von Mineralien und Metallen einnehmen. Zudem habe die neue Firma sichere Ausgangspositionen in den drei wichtigsten Bergbaugebieten - Afrika, Australien und Süd-Amerika.

Peter O'Connor, Analyst bei Credit Suisse First Boston, nannte die geplante Fusion sensationell. Es werde nicht schwierig sein, es (das Geschäft) einem BHP-Aktienhalter zu verkaufen, sagte O'Connor. Die Fusion gebe Billiton die finanzielle Möglichkeit größere Bergbauprojekte zu entwickeln und BHP könne neue Projekte außerhalb der Petroleum-Industrie verfolgen, sagte Andy Howard, Analyst bei der Deutschen Bank.

Nach der Bekanntgabe waren die Aktien um f5 % auf ein Rekordhoch von 22,05 australischen $ gestiegen, da die Fusionspläne von Anlegern positiv bewertet wurden. Bei Handelsschluss notierten die BHP-Aktien in einem schwächeren Marktumfeld um 2 % höher als am Vortag bei 21,40 australischen $. Die Billiton-Aktien stiegen indes in London um mehr als zehn Prozent auf 322 Pence.
Die Fusionspläne müssen noch von den Wettbewerbsbehörden genehmigt werden. Analysten zufolge wird es keine Probleme geben.

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