Fusionswelle rollt weiter
Keine Gefahr für deutsche Standorte

ews HB DÜSSELDORF. Die Wirtschaftsvereinigung Stahl e.V. in Düsseldorf sieht die Fusion von Usinor, Arbed und Aceralia positiv, da sie den europäischen Stahlmarkt stärke. Wie Dieter Ameling, Präsident der Wirtschaftsvereinigung, erklärte, sehe er für die drei deutschen Stahlproduktionsstandorte des neuen Konzerns keine Gefahr. Sie seien nicht von Kürzungen oder gar Schließungen bedroht, weil sie technologisch auf dem neusten Stand seien.

"Der Konzentrationsprozess in der Weltstahlindustrie wird mit dieser Fusion nicht abgeschlossen sein", sagte Ameling. Denn die Stahlindustrie sei gegenüber anderen Branchen viel weniger konzentriert. Die fünf größten Stahlunternehmen haben an der Weltrohstahlproduktion nur einen Anteil von 15 %. Beim Aluminium halten die fünf größten Anbieter 39 % des Weltmarktes, in der Automobilindustrie 59 %.

Die beiden großen deutschen Stahlproduzenten Thyssen-Krupp und Salzgitter sehen die Fusion genau so gelassen wie die Wirtschaftsvereinigung. Die Aktie von Thyssen-Krupp profitierte gestern sogar von der Fusionsankündigung: Mit fast 4 % Kurssteigerung gehörte sie zu den Tagesgewinnern. Im Düsseldorfer Konzern, der neben Stahl auch Industriegüter und Dienstleistungen anbietet, hieß es, dass es nun zu dringend notwendigen Marktbereinigungen komme. Das wiederum führe zu einer Preisberuhigung.

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