Fußball-Bundesliga
Die Bayern greifen an und Hertha kriselt

Der Rekord-Titelträger greift wieder vehement nach der Macht im deutschen Bundesliga-Fußball, die "alte Dame" gerät in eine frühe Krise, der kesse Wiederaufsteiger trotzt dem Meister: Bayern München ist nach dem 3:1-Sieg im 101. Stadt-Derby gegen die "Löwen" des TSV 1860 wieder dort, wo sich der Club am wohlsten fühlt- unter den Top-Teams.

HB/dpa DÜSSELDORF. Hertha BSC Berlin dagegen rutscht von einer Pleite in die nächste, und der VfL Bochum bleibt nach dem 0:0 gegen Borussia Dortmund die Überraschung der noch jungen Saison.

"Das Team ist in einer sensationellen Verfassung", lobte Bayern - Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge die "Roten", die ihrem Aufsichtsrats-Vorsitzenden Franz Beckenbauer am Abend vor dessen 57. Geburtstag ein höchst willkommenes Geschenk präsentierten. Auch der "Kaiser" befand, dass die Mannschaft gegen die "Blauen" trotz des frühen 0:1-Rückstandes "90 Minuten hervorragend gespielt" habe. Doch ganz ohne Kritik wollte es Beckenbauer am Ende dann doch nicht belassen: "Noch mehr Tore" hätte seine Mannschaft machen müssen.

In Berlin reagierte Manager Dieter Hoeneß auf das 1:2 gegen Borussia Mönchengladbach und die erste Heimniederlage nach 16 Spielen hintereinander sauer wie selten. "Wenn die Mannschaft so gearbeitet hätte wie der Trainer, hätten wir klar gewonnen", nahm Hoeneß Huub Stevens in Schutz. Bei den Berliner Fans hat der neue Coach seinen Kredit offenbar schon verspielt: "Stevens raus"-Rufe hallten durch die Arena, nicht minder deutlich waren die Forderungen nach der Rückkehr von dessen Vorgänger Falko Götz.

Neuling Bochum stellte beim 0:0 gegen Dortmund zwar die Tore- Fabrikation erstmals ein, bot dem Revier-Nachbarn aber erfolgreich Paroli und blieb auch im vierten Spiel nach dem Wiederaufstieg unbesiegt. "Das ist der stärkste VfL, den es je gab", glaubt Mittelfeld-Regisseur Dariusz Wosz. Er ist fest davon überzeugt, dass Bochum die Liga weiter aufmischen wird. Beim BVB mäkelte Nationalspieler Christoph Metzelder über eine "zu hohe Fehlerquote. Das darf und wird es so nicht mehr geben." Trainer Matthias Sammer war in seiner Kritik ungewohnt moderat und blickte schon auf das nächste Revier-Derby am Samstag gegen Pokalsieger FC Schalke 04: "Wenn wir das 0:0 am Samstag korrigieren, ist es okay."



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