Fußball-Bundesliga
Premiere und Sat1 wollen weiter senden

Nach der Kirch-Pleite ist offen, bei welchen TV-Sendern künftig die Spiele der Fußball-Bundesliga zu sehen sein werden.

wiwo/ap MÜNCHEN/BERLIN. Der Vorstandsvorsitzende der Kirch ProSiebenSat1 AG, -Tochter Urs Rohner, sprach sich im Nachrichtenmagazin "Focus" für eine weitere Übertragung bei Sat1 aus. "Wir sind in der Pole Position für die Free-TV-Rechte in der nächsten Saison."

RTL-Geschäftsführer Gerhard Zeiler hält dagegen die Bundesliga "zu den heutigen Konditionen für nicht bezahlbar". Das Magazin berichtete, auch die Intendanten der ARD hätten sich in einer internen Schaltkonferenz am vergangenen Montag gegen eine Übertragung der Bundesliga in der "Sportschau" ausgesprochen. Die Rechte seien zu teuer.

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Wolfgang Clement erwartet dagegen Veränderungen für die Fußball-Finanzierung. Er gehe davon aus, dass die im Mai fällige Rate von Kirch gezahlt werde, so dass "Zeit für die Festlegung einer neuen Verwertungskette bleibt", sagte der SPD-Politiker im Nachrichtensender NTV.

Es sei davon auszugehen, dass dann nicht mehr die Preise in jetziger Höhe gezahlt würden. Er rechne damit, dass bei der Verwertung der Rechte Sat1 und RTL "im Spiel seien" und auch die öffentlich-rechtlichen Sender "eine größere Rolle übernehmen", sagte Müntefering.

Der Chef des Abo-Senders Premiere, Georg Kofler, kündigte an, im Falle einer Insolvenz der defizitären Gesellschaft KirchPayTV wolle der Sender die Fußballprogramme weiter betreiben. "Die Kunden werden am Bildschirm keinen Unterschied bemerken, die Kanäle laufen dann weiter", sagte Kofler der "Süddeutschen Zeitung". Er kündigte an, mit der Bundesliga über geringere Preise für die Fußball-Übertragungen zu verhandeln.

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