Fußball-Bundesliga
Stuttgart strauchelt, Berlin gewinnt

Ausgerechnet der arg gebeutelte 1. FC Nürnberg hat dem Champions-League-Kandidaten VfB Stuttgart einen schweren Dämpfer versetzt und im Abstiegskampf endlich Zähne gezeigt.

dpa STUTTGART/BERLIN. Mit dem 2:0 (1:0) in der Schwabenmetropole durch Tore von David Jarolim (28.) und Junior (87.) feierte der Club im Sonntagspiel der Fußball- Bundesliga einen ebenso überraschenden wie kostbaren Auswärtssieg. Vor 35000 Zuschauern wurde Stuttgart ganz offensichtlich mit dem Druck nicht fertig, Meister Borussia Dortmund acht Spieltage vor Saisonschluss erstmals als Tabellenzweiter ablösen zu können. "Wir waren alle sehr hoffnungsvoll. Aber wir sind nicht konzentriert genug in dieses Spiel gegangen. Wir können Siege nicht nur erspielen wollen, sondern wir müssen sie uns auch weiter erkämpfen", kommentierte der Stuttgarter Trainer Felix Magath enttäuscht.

Dafür rückt Hertha BSC den Stuttgartern immer näher auf die Pelle. Mit einem Weckruf von Trainer Huub Stevens und späten Toren von Alex Alves (85.) und Michael Preetz (86.) haben die Berliner einen großen Schritt in Richtung internationales Fußball-Geschäft gemacht. Sie gewannen am Sonntag das Berlin-Brandenburg-Derby gegen Energie Cottbus mit 3:1 (0:1) und rückten in der Tabelle mit 42 Punkten auf den 4. Platz vor. Dritter ist der VfB Stuttgart. Nach der frühen Führung durch den Tschechen Robert Vagner (10.) hatten die Lausitzer sogar große Chancen auf einen Auswärtssieg, aber Pal Dardai wendete in der 72. Minute die Partie vor 44 768 Zuschauern im Berliner Olympiastadion. Für Schlusslicht Cottbus dürften nach der vierten Niederlage in Folge die Lichter in der Bundesliga ausgehen.

Nürnberg dagegen kann wieder hoffen. Club-Coach Augenthaler setzte auf eine mutige Variate und brachte unter Verzicht auf Torjäger Sasa Ciric (11 Saisontreffer) mit dem künftigen Stuttgarter Cacau sowie Michalke zwei Spitzen. Sein zuletzt gegen 1. FC Kaiserslautern (0:5) und Hertha BSC (0:3) besonders heftig unter die Räder gekommenes Team widerlegte von Beginn an viele Befürchtungen, vergab in der Anfangszeit allerdings viele Chancen, unter anderem einen Foulelfmeter.

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