Fußball EM
Abete: "EM-Gruppenmodus ist hochgradig unfair"

Der Präsident des italienischen Fußball-Verbandes, Giancarlo Abete, fordert aufgrund möglicher Wettbewerbsverzerrung die Abschaffung des Gruppensystems bei der EM-Endrunde.

Giancarlo Abete, Präsident des italienischen Fußball-Verbandes Figc, befürchtet Wettbewerbsverzerrungen in den letzten EM-Gruppenspielen und fordert deswegen die Abschaffung des Gruppensystems. "Ich bin überzeugt davon, dass der jetzige Modus mit drei Gruppenspielen hochgradig unfair ist", sagte Abete. Es sei "so eines Turniers unwürdig", dass in den letzten Gruppenspielen Mannschaften eine B-Elf auflaufen lassen könnten.

Hintergrund der Klagen ist, dass der Weltmeister Italien bei der Endrunde nach zwei Spielen auf Schützenhilfe durch das Team der Niederlande gegen Rumänien angewiesen ist. Allgemein wird erwartet, dass der schon als Gruppensieger für das Viertelfinale qualifizierte Europameister von 1988 seine Stars schonen wird.

Abete brachte dies im Casa Azzurri in Oberwaltersdorf auf die Palme. "Es gibt ein Problem mit der Glaubwürdigkeit, nicht nur für die Uefa. Das jetzige System funktioniert nicht. Es ist überholt und sollte eventuell abgeschafft werden." Allerdings müsse man abwarten, wie "Oranje" sich verhalte.

Besser wäre ein "System, wie es sich schon in der Champions League bewährt hat", erklärte der Verbandsboss: "Dort wird ab dem Achtelfinale im K.o.-System gespielt, mit einem Hin- und Rückspiel. Es gibt keine bedeutungslosen Spiele." Bei aller Entrüstung glaube er jedoch nicht, dass die Niederlande absichtlich verlieren werden, um sich zwei vermeintlich starke Konkurrenten vom Hals zu schaffen.

Italien war bereits 2004 in Portugal ein Opfer des Systems geworden. Damals hatten die "Azzurri" in der Gruppenphase kein Spiel verloren, waren aber mit fünf Punkten und 3:2 Toren auf dem Konto dennoch als Dritter ausgeschieden.

© SID

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