Fußball EM
Beenhakker kritisiert Pessimismus im Umfeld

Leo Beenhakker hat das Umfeld der polnischen Nationalmannschaft kritisiert und mehr Optimismus gefordert. Außerdem macht sich der Nationaltrainer Gedanken über seine Zukunft.

Polens Nationaltrainer Leo Beenhakker stellt vor dem Spiel gegen den bereits feststehenden Gruppensieger Kroatien am Montag in Klagenfurt (20.45 Uhr/live in Eins Festival) seine Zukunft bei der "Kadra" in Frage. "Ich liebe meinen Job. Aber wenn die Verantwortlichen im Verband der Meinung sind, Janusz Wojcik sei die bessere Wahl, dann muss ich das so hinnehmen", sagte Beenhakker der Tageszeitung Polska The Times.

Wojcik, der 1992 bei den Olympischen Spielen in Barcelona als Trainer der polnischen Auswahl die Silbermedaille gewann, wird als Nachfolger von Beenhakker im Falle eines Vorrunden-Ausscheidens gehandelt. Allerdings trainierte der derzeitige Coach von Widzew Lodz Mitte der 1990er Jahre bereits für kurze Zeit ohne Erfolg die A-Auswahl Polens.

"Brauche Leute, die nach Lösungen suchen"

Beenhakker beklagte zudem, dass das Klima im Umfeld der polnischen Auswahl insgesamt zu pessimistisch sei. "Ich brauche Leute, die optimistisch sind und nach Lösungen suchen. Wenn man sich immer nur darüber spricht, was alles schlecht und falsch läuft, kommt man nie weiter", meinte der 65-jährige Niederländer, der mit den Polen nach der Auftaktniederlage gegen Deutschland (0:2) und dem Remis gegen Österreich (1:1) in der Gruppe B nur noch geringe Chancen auf den Viertelfinaleinzug hat.

Unverständnis zeigte der weißhaarige Trainer-Fuchs für die harte Kritik der Medien an seinen Starspielern Ebi Smolarek und Jacek Krzynowek. "Die Spieler sind keine Computer, die man nach Belieben anschalten kann. Ich habe Michael Ballack vor wenigen Wochen beim FC Chelsea gesehen. Da war er fantastisch. Hier bei der Euro findet er bislang noch nicht zu seiner Form. Aber das ist doch menschlich", erklärte Beenhakker.

Unterdessen meldete sich nach dem "Last-Minute"-Elfmeter für die Österreicher, der zum 1:1-Ausgleich durch Ivica Vastic führte, nun auch der frühere Frankfurter Bundesligaprofi Wlodzimierz Smolarek zu Wort. "Da ist jemand von der Uefa zur Halbzeit in die Kabine der Schiedsrichter gelaufen und gesagt hat: "Das Tor von Guerreiro war Abseits, jetzt müsst ihr auch den Österreichern ein Geschenk anbieten. Da bin ich mir sicher", meinte der Vater von Polens Nationalstürmer Ebi Smolarek.

© SID

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