Fußball EM
Chaoten überfallen Dönerimbiss in Dresden

In Dresden hat eine Gruppe von etwa 30 Randalierern nach dem 3:2 der deutschen Nationalmannschaft gegen die Türkei drei Dönerläden überfallen. Zwei Besitzer wurden verletzt.

Nach dem 3:2-Sieg der deutschen Nationalmannschaft im EM-Halbfinale gegen die Türkei ist es am Rande von Siegesfeiern in Sachsen zu Ausschreitungen gekommen. In Dresden überfiel eine Gruppe von etwa 30 vornehmlich schwarz gekleideten Randalierern einen Dönerimbiss am zentralen Albertplatz.

Die beiden dabei verletzten türkischen Besitzer mussten medizinisch versorgt werden. Die Ladeneinrichtung wurde demoliert, eine türkische Fahne angezündet. Die Gruppe zog dann weiter und zerstörte die Scheiben von zwei weiteren Dönerläden. Die Dresdner Polizei ermittelt wegen Landfriedensbruch und hat einen Zeugenaufruf gestartet.

Bei der Siegesfeier am Chemnitzer Neumarkt, wo etwa 2 500 Zuschauer das deutsche Spiel verfolgten, zettelten einige Besucher Rangeleien mit der Polizei an. Sechs Beamte wurden leicht verletzt, Festnahmen gab es keine.

Zwischenfälle auch in Sachsen-Anhalt und Hannover

Auch in Sachsen-Anhalt kam es am Rande der Feiern zu Zwischenfällen. Dort wurden insgesamt elf Polizisten verletzt. In Halle/Saale, wo etwa 2 500 Fans den Innenstadt-Bereich bevölkerten, wurden einige der 100 eingesetzten Beamten mit Pfefferspray, Steinen und Flaschen attackiert. Eine Polizistin erhielt einen Faustschlag ins Gesicht. Einige Straßen waren aufgrund zahlreicher zerschlagener Flaschen zeitweise unpassierbar.

In der Landeshauptstadt Magdeburg musste die Bus-Oberleitung zwischenzeitlich aus Sicherheitsgründen abgestellt werden, weil übermütige Fans auf Nahverkehrsbusse geklettert waren. Etwa 6 000 Zuschauer feierten auf dem Alten Markt überwiegend friedlich. Dennoch wurden zwei Polizisten durch Flaschenwürfe verletzt.

In Hannover sind im Anschluss an das EM-Halbfinale 20 Rechtsradikale in Gewahrsam genommen worden. Sie hatten auf dem Fanfest an der Parkbühne in der Nähe der WM-Arena ausländerfeindliche Parolen gerufen. Die Polizei ermittelt nun wegen Volksverhetzung.

© SID

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