Fußball EM
EM-Rekord für die Wiener Stadtreinigung

Die Faszination des Fußballs lässt sich am besten auf dem Wasserzähler ablesen – und an der Menge des Mülls in den Fanzonen. Die Euro-Splitter vom 18. Juni.

Wetten: Ein Frau mit Gesichtsbemalung in österreichischen Landesfarben küsst einen Mann, schwarz-rot-gold im Gesicht, auf den Mund: Diese Werbung eines österreichischen Wettanbieters fiel bei den Sittenwächtern des nationalen Werberates durch. Das Selbstkontrollgremium der Werbewirtschaft forderte einen "sofortigen Stopp" der Kampagne, weil sie den "ethischen Grundsätzen der Werbung" widerspreche und "ungewollte Nachahmeffekte" bei Kindern hervorrufen könne.

Wasser: Wie viel Faszination der Fußball ausübt, lässt sich am besten auf dem Wasserzähler ablesen. Wegen der massenhaften Nutzung von Toilettenspülungen stieg in der Halbzeitpause des Spiels Österreich gegen Deutschland der Wasserverbrauch in Salzburg nach Angaben des lokalen Wasserwerks um 25 Prozent, unmittelbar nach Schlusspfiff um 30 Prozent an.

Rasen: Der Trainingsplatz der Russen in Leogang wird auch nach der EM von prominenten Fußballern betreten. Erster Gegner des SC Leogang in der Vorbereitung auf die neue Saison ist Besiktas Istanbul. Der türkische Spitzenklub absolviert, wie viele Top-Vereine zuvor auch schon, in Leogang ein Trainingslager.

Regenschirm: Die Fans in den ersten Reihen des Zürcher Letzigrund dürften sich verhöhnt vorkommen. Rund eine Stunde vor der Neuauflage des WM-Finales zwischen Frankreich und Italien setzte der große Regen ein, das Dach im Stadion ist jedoch nicht weit genug ins Spielfeld gezogen, um alle Zuschauer zu schützen. Einige zogen schnell ein Regencape über, andere wurden pitschnass. Und als wäre das nicht genug, erklang kurz darauf aus den Boxen ein Hit der US-Sängerin Rihanna mit dem Titel Umbrella (Regenschirm).

Abgepumpt: Für eine "Bestmarke" sorgten deutsche und österreichische Fans während des Duells beider Nationen in der Wiener Fanzone. Die Wiener Stadtreinigung pumpte mit fünf Tankwagen 52 000 Liter Abwasser aus 561 mobilen Toilettenanlagen - einsamer EM-Spitzenwert. In der Halbzeitpause stieg der Wiener Wasserverbrauch durch den hohen Bierkonsum und die vielen Toilettengänge auf das Vierfache des üblichen Wertes.

Müll: Unmengen Müll haben die über 500 000 Besucher der Wiener Fanzone bisher produziert. Die Stadtreinigung entsorgte an zwölf EM-Tagen 95 353 Kilogramm Restmüll, 11 140 Kilogramm Plastikflaschen, 626 Liter Altspeiseöl und 20 236 Kilogramm Küchentonnenabfall. Dazu kamen 74 199 Kilogramm Straßenkehricht. 1,2 Millionen Mehrwegbecher wurden gewaschen und dem System zurückgeführt.

Gedenkminute: Zu Beginn der kroatischen Pressekonferenz am Mittwoch in Bad Tatzmannsdorf bat Pressechef Darko Durkov die anwesenden Journalisten um eine Gedenkminute für den am vergangenen Donnerstag in Klagenfurt gestorbenen Fan. Der 20 Jahre alte Kroate war vor dem Match der Kroaten gegen Deutschland in der Klagenfurter Innenstadt vermutlich nach Herz-Kreislauf-Versagen und ohne Fremdeinwirkung zusammengebrochen und konnte von den Rettungskräften nicht mehr wiederbelebt werden.

Hicke: Bundestrainer Joachim Löw sitzt am Donnerstag gegen Portugal auf der Tribüne, Österreichs Coach Josef Hickersberger ab 23.30 Uhr in "Waldis EM-Club" in der ARD. Neben dem ÖSV-Teamchef erwartet Waldemar Hartmann an seinem Stammtisch im Wiener Do& Co. Hotel Kabarettist Richard Rogler, "Scorpions"-Leadsänger Klaus Meine sowie Oliver Pocher und Matze Knop als Lukas Podolski bzw. Kaiser Franz.

© SID

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