Fußball EM
Kroaten zerstören Österreichs Hoffnungen

Mit minimalem Aufwand hat Kroatien die Hoffnungen von Gastgeber Österreich auf einen erfolgreichen EM-Einstand zerstört. Im Auftaktspiel der deutschen Gruppen-Gegner setzten sich die Kroaten am Sonntagabend in Wien am Ende glücklich 1:0 (1:0) gegen das Austria-Team durch und feierten damit einen Auftakt nach Maß. Vor 51 428 Zuschauern im ausverkauften Ernst-Happel-Stadion erzielte Luka Modric bereits in der 4. Minute per Foulelfmeter den Treffer des Abends. Der Gastgeber steht nun schon nach dem ersten Gruppenspiel bei der Euro 2008 mit dem Rücken zur Wand.

WIEN. Vor allem in der ersten Halbzeit mussten die Österreicher als 92. der Fifa-Weltrangliste vor 51 428 Zuschauern im ausverkauften Ernst-Happel-Stadion die technische und läuferische Überlegenheit des WM-Dritten von 1998 klar anerkennen. Während der Mitgastgeber Schweiz am Samstag unglücklich mit 0:1 gegen Tschechien den Kürzeren gezogen hatte, ging der Erfolg der Kroaten gegen die bisweilen überforderten Österreicher in Ordnung.

Entsprechend machte sich im österreichischen Lager Ernüchterung breit: Vor den weiteren Gruppenspielen gegen Polen (12. Juni) und Deutschland (16. Juni) sind die Aussichten des Gastgebers aufs Erreichen des Viertelfinales schon auf ein Minimum geschwunden.

Bereits zweieinhalb Stunden vor Anpfiff der Partie hatten sich tausende Fans bei strahlendem Sonnenschein an der Arena eingefunden. Vor den Einlässen bildeten sich riesige Menschentrauben, die Stimmung war ausgelassen, aber es blieb friedlich. Dagegen ging es auf dem Rasen von Beginn an zur Sache. Die Gastgeber wirkten übermotiviert und wurden früh bestraft, denn nach einem Foul von René Aufhauser an HSV-Profi Ivica Olic nutzte Kroatien-Star Modric den berechtigten Strafstoß zum 0:1, das von 20 000 Fans frenetisch gefeiert wurde. Austria-Keeper Jürgen Macho, dessen Nominierung als Nummer 1 vor dem Rivalen Alex Manninger Coach Josef Hickersberger erst 90 Minuten vor Spielbeginn bekanntgab, hatte keine Abwehrchance.

In der Anfangsphase bestätigten die Österreicher die Befürchtungen vieler Experten, dass sie bei diesem Turnier deutlich überfordert sein könnten. Die Hickersberger-Schützlinge wirkten nicht spritzig, zweikampfschwach und ohne Esprit im Spielaufbau. Die Kroaten, die mit den vier Bundesliga-Profis Olic, Mladen Petric, Robert Kovac (beide Dortmund) und Josip Simunic (Berlin) in der Anfangsformation angetreten waren, bestimmten klar das Geschehen.

Sie versäumten es aber, angetrieben vom überragenden Olic, die Führung auszubauen. Der HSV-Stürmer sorgte nicht nur immer wieder für Torgefahr, sondern war stets anspielbar und lieferte sich packende Zweikämpfe mit dem häufig überforderten England-Legionär Emanuel Pogatetz, der nach einem Foulspiel an Olic (29.) eigentlich die Gelb-Rote Karte hätte sehen müssen.

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