Fußball EM
Organisatoren mit EM-Start zufrieden

Die Organisatoren haben nach den ersten Spieltagen der Euro ein positives Zwischenfazit gezogen. Besonders die Einschaltquoten und die Public-Viewing-Zonen seien ein voller Erfolg.

Die Organisatoren sind nach den ersten vier Spieltagen mit dem bisherigen Ablauf der Euro zufrieden. "Wir sind sehr gut gestartet", sagte Turnierdirektor Christian Mutschler. Es habe einige Fehler gegeben, "aber wir sind zuversichtlich, dass wir es jetzt noch besser machen werden", so der Schweizer.

Als besonders beeindruckend bezeichnete Uefa-Mediendirektor William Gaillard die bisherigen Einschaltquoten. "Solche Quoten hatten wir noch nie für eine Euro, sie sind außergewöhnlich", sagte der Franzose. Selbst in England seien die Zahlen trotz des Fehlens der englischen Nationalmannschaft bei der Endrunde "ausgezeichnet".

In Deutschland hatten 23,66 Mill. Zuschauer das erste Gruppenspiel der DFB-Auswahl gegen Polen verfolgt. Angesichts der ersten Zahlen aus Portugal (2,6 Mill. Zuschauer/über 80 Prozent Marktanteil beim 2:0 gegen die Türkei) oder den Niederlanden (7,0/82,5 beim 3:0 gegen Italien) sagte Mutschler: "Wir dürfen sehr zufrieden sein."

Positiv bewertete Mutschler trotz der bisweilen schlechten Witterung den Besuch der Public-Viewing-Zonen. An den ersten vier Spieltagen hätten sich in den acht Städten insgesamt 850 000 Fans in den offiziellen Bereichen eingefunden, Spitzenreiter dabei sei Wien. "Das Produkt wird sehr gerne angenommen", versicherte er: "Der Besuch der Fanzonen ist ein Erfolg."

Mäßiger Erfolg der österreichischen Fanmeilen

Diese Meinung wird allerdings nicht von allen geteilt. Weil ihre Umsätze angeblich um bis zu 90 Prozent hinter den Erwartungen lägen, haben einige Gastronomen in Wien mit Klagen gegen die hohen Standmieten gedroht. Hauptproblem ist jedoch der insgesamt mäßige Zuspruch: 70 000 Besucher passen in die Wiener Fanzone, selbst beim Spiel der Österreicher gegen Kroatien war sie mit 50 000 nicht voll.

Auch die anderen drei österreichischen EM-Städte haben mit den Fanzonen bislang nicht den gewünschten Erfolg erzielt. In Innsbruck beklagen sich Standbetreiber angesichts mangelnden Besuchs auch über die strengen Auflagen der Europäischen Fußball-Union (Uefa) sowie über die mangelnde Kooperationsbereitschaft der Stadtverwaltung. Einige Stände haben bereits wieder geschlossen.

In Klagenfurt, das mittlerweile schon spöttisch "Geisterstadt" genannt wird, will Bürgermeister Harald Scheucher zumindest allen Ausschank-Betrieben außerhalb der Fanzone die Standmieten zu 50 Prozent und die Mietgebühr für die Stände komplett erlassen. Um die Besucherzahlen in den Fanzonen zu steigern, soll am Wochenende ein kroatisch-polnisches Freundschaftsfest veranstaltet werden.

© SID

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