Fußball EM
Schiedsrichtergespanne wollen Kritik widerlegen

Schiedsrichter sahen sich in den letzten Jahren stetig wachsender Kritik gegenüber. National wie international verärgerten teils krasse Fehlentscheidungen Spieler, Funktionäre und Fans. Bei der Euro 2008 wollen sich die Unparteiischen nun wieder von ihrer besten Seite zeigen - darunter auch ein Deutscher.

Die zwölf Schiedsrichtergespanne der EM gehen wie immer unter intensiver Beobachtung in die Endrunde. Bei der Weltmeisterschaft vor zwei Jahren in Deutschland waren sie die von vielen Seiten scharf kritisierten "Fehlerteufel", bei der Euro in Österreich und in der Schweiz (7. bis 29. Juni) wollen die Schiedsrichter nun ihr damals ramponiertes Image wieder aufpolieren. Immerhin glauben die Verantwortlichen, dass es die zwölf Gespanne, darunter jenes von Herbert Fandel (Kyllburg), diesmal besser als vor zwei Jahren machen.

Die Schiedsrichter-Spitzen der Europäischen Fußball-Union (Uefa) und des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gehen davon aus, dass die Voraussetzungen für gute Leistungen geschaffen sind. "Es ist nie leicht, die Unparteiischen für ein solches Turnier auszuwählen. Wir sind aber der Überzeugung, dass die von uns ausgesuchten Referees die derzeit Besten ihres Fachs in Europa sind", erklärte der spanische Uefa-Schiedsrichter-Chef Angel Maria Villar Llona.

DFB-Abteilungsleiter Lutz Fröhlich-Michael teilt die Meinung von Villar Llona über die Schiedsrichter, die am Montag ihr Stamm-Quartier in Zürich-Regensdorf bezogen: "Wenn man die Namen auf der Liste sieht, dann haben gerade diese Schiedsrichter bei den internationalen Spielen der jüngsten Vergangenheit eine prima Figur abgegeben und anerkannt gute Spielleitungen gezeigt", sagt der DFB-Schiedsrichter-Boss.

Nach der Ansicht Fröhlichs sind die Grundlagen bei den Unparteiischen, die sich vom 14. bis 17. April bei einem Seminar in ihrem EM-Quartier auf die Endrunde vorbereitet haben, gelegt: "Das Wichtigste ist, dass sie körperlich topfit zur EM kommen. Daran wird bis zuletzt viel gearbeitet. Körperliche Fitness ist die Voraussetzung für eine hohe Konzentrationsfähigkeit, und die braucht man, um Dinge richtig wahrnehmen und einordnen zu können."

Seite 1:

Schiedsrichtergespanne wollen Kritik widerlegen

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%