Fußball EM
Schweiz verabschiedet sich mit Sieg über Portugal

Mit einer Fußball-Party und dem ersten Sieg in seiner EM-Geschichte hat sich Gastgeber Schweiz von der Euro 2008, seinem Nationaltrainer Trainer Jakob „Köbi“ Kuhn und den treuen Fans verabschiedet.

Mit einer Fußball-Party und dem ersten Sieg in seiner EM-Geschichte hat sich Gastgeber Schweiz von der Euro 2008, seinem Nationaltrainer Trainer Jakob "Köbi" Kuhn und den treuen Fans verabschiedet. Gegen das "B-Team" des bereits für das Viertelfinale qualifizierten Titel-Mitfavoriten Portugal feierten die Eidgenossen, die nach zwei Niederlagen die K.o.-Runde schon vorzeitig verpasst hatten, im dritten und letzten Gruppenspiel einen 2:0 (0:0)-Erfolg. Der zweifache Torschütze Hakan Yakin (71. und 83., Foulelfmeter) sorgte für den ersehnten versöhnlichen EM-Abschluss.

Eine gehörige Portion Wehmut prägte die Stimmung beim 73. und letzten Länderspiel des 64 Jahre alten "Nati"-Trainers, der nach sieben Jahren seinem Nachfolger Ottmar Hitzfeld Platz machen wird. Wie ernst er es mit dem Bemühen um ein versöhnliches Ende seiner Ära und der EM meinte, bewies Kuhn bereits bei der Bekanntgabe der Mannschaftsaufstellung.

Während sein portugiesischer Amtskollege Luiz Felipe Scolari in seiner Anfangsformation gegenüber dem 3:1 gegen Tschechien acht neue Spieler aufgeboten hatte, nahm Kuhn nur zwei Änderungen vor. Im Vergleich zum Duell mit der Türkei (1:2) stand der ehemalige Leverkusener Bundesliga-Profi Pascal Zuberbühler zwischen den Pfosten. Der 37-Jährige wird nach dem Turnier nicht mehr zur Verfügung stehen und bestritt sein 51. und folglich letztes Länderspiel.

Erste Chance der Portugiesen in der 17. Minute von Nani

Die erste brisante Situation hatte Zuberbühler vor 39 730 Zuschauern in der ausverkauften Arena in der 17. Minute zu meistern. Allerdings stand auch das Glück Pate, als der von ihm selbst abgefälschte Distanzschuss von Nani nur die Latte streifte. Seine Vorderleute taten sich wie in den beiden Vorrunden-Begegnungen zuvor in der Offensive sehr schwer. Die Portugiesen, die unter anderem ohne ihren Superstar Cristiano Ronaldo angetreten waren, versuchten in erster Linie spielerisch zum Erfolg zu kommen und deuteten mit einigen Kabinettstückchen ihre technischen Qualitäten an.

Pech hatte Portugal, dass der österreichische Schiedsrichter Konrad Plautz in der ersten Halbzeit zwei elfmeterreife Fouls an Nani nicht ahndete. Helder Postiga erzielte auch noch einen regulären Treffer für Portugal, doch Referee Plautz verweigerte wegen angeblichem Abseits die Anerkennung (36.).

In der Abwehr bewiesen die Eidgenossen zunächst alte Stabilität. Unter anderem verhinderte der Schweizer England-Legionär Philippe Senderos (24.) vom FC Arsenal gegen den freistehenden Helder Postiga vor der Torlinie das 0:1. Wenige Minuten später verpasste Senderos auf der Gegenseite einen Freistoß von Yakin nur um Zentimeter.

Yakin schießt die Eidgenossen zum Sieg

Der überragende Nani vom Champions-League-Sieger Manchester United sorgte in einer unterhaltsamen Partie für die brisantesten und spektakulärsten Momente in der Schweizer Hälfte, unter anderem mit einem Pfostenschuss in der 53. Minute.

In der Schlussphase rafften sich die Schweizer zu einer Energieleistung auf. Besonders Mittelfeldspieler Inler trieb sein Team in die Offensive. Der Lohn waren die beiden späten Treffer durch Yakin, wobei der Elfmeter von Fernando Meira vom VfB Stuttgart am Leverkusener Tranquillo Barnetta berechtigt war.

© SID

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