Fußball EM
Stielike: "Eine EM ist viel härter als eine WM"

In einem Interview mit der Basler Zeitung äußerte sich Ulli Stielike über die Leistungen der Turnier-Favoriten. Die Niederlage der Deutschen sei für ihn keine Überraschung gewesen.

Der ehemalige deutsche Nationalspieler Ulli Stielike fühlt sich als interessierter Beobachter der Euro 2008 einmal mehr bestätigt. "Eine Europameisterschaft ist viel härter als eine Weltmeisterschaft. Die EM ist das Wimbledon des Fußballs", sagte der neue Coach des Schweizer Erstligisten FC Sion in einem Interview in der Sonntag-Ausgabe der Basler Zeitung. Das hätten besonders die Vorrunden-Spiele der Gruppe C gezeigt.

Der 54-Jährige sei besonders überrascht von den bisherigen Auftritten der Niederländer. "Das konnte man in diesem Ausmaß nicht erwarten", meinte Stielike. Für die Italiener sei es "bisher dumm gelaufen".

Sie hätten sich wie die Schweizer unter Wert verkauft. Nur einen kurzen Satz verlor der 42-malige Nationalspieler und ehemalige DFB-Trainer über Deutschland. "Nicht überrascht hat mich die Niederlage gegen Kroatien. Jetzt gibt es im dritten Spiel gegen Österreich eine heiße Kiste."

EM-Gastgeber Schweiz stellte Stielike trotz des Ausscheidens ein gutes Zeugnis aus. "Die Schweiz hat nicht unter Niveau gespielt, war aber auch nicht in der Lage, mehr Leistung draufzupacken, um Mannschaften wie Tschechien und die Türkei zu schlagen. Es hätte zehn Prozent mehr gebraucht." Gescheitert sei die "Nati" unter dem Strich an ihrer "mangelnden Chancenverwertung".

© SID

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