Fußball EM
Uefa erwirtschaftet 700 Millionen Euro EM-Gewinn

Die Euro 2008 brachte der Europäische Fußball-Union (Uefa) einen Gewinn von rund 700 Mill. Euro. Im Vergleich zur EM 2004 in Portugal ist dies eine Steigerung um fünf Prozent.

Die Euro 2008 war für die Europäische Fußball-Union (Uefa) ein lohnendes Geschäft. Der Gewinn betrug bei einer EM-Rekord-Einnahme von 1,3 Mrd. Euro rund 700 Mill. Euro. "Wir sind das Haus des Fußballs. Der Fußball ist ein gefragtes Produkt, natürlich verdienen wir Geld", erklärte Uefa-Boss Michel Platini auf der Bilanz-Pressekonferenz am Samstag.

Die Einnahmen bedeuten eine Steigerung des Umsatzes gegenüber Portugal 2004 um 56 Prozent; der Gewinn stieg um fünf Prozent. Mit ihm soll in den nächsten vier Jahren Entwicklungsprojekte in sämtlichen 53 Uefa-Mitgliedsverbänden finanziert werden. Gleichzeitig gab es allerdings auch einen Anstieg der Kosten gegenüber 2004 von 313 Mill. auf 618 Mill. Euro.

Trotzdem sind die Einnahmen im Vergleich zu vergangenen Turnieren enorm gestiegen: 1992 in Schweden nahm die Uefa 41 Mill. ein, 1996 in England, erstmals mit 16 Mannschaften, 147 Millionen, 2000, als es in den Niederlanden und Belgien zum ersten Co-Hosting der Geschichte kam, 230 Millionen, und 2004 in Portugal 852 Millionen.

Nur sieben Prozent der Einnahmen durch Ticketverkäufe

Den größten Batzen auf der Einnahmeseite machten die Medienrechte mit 800 Mill. Euro aus. Die Vips trugen mit zwölf Prozent zur Finanzierung der EM bei. Otto Normalverbraucher mit dem Kauf seiner Eintrittskarte nur sieben Prozent...

In dem Betrag waren auch die leistungsbezogenen Prämien an die teilnehmenden Teams enthalten. Die beliefen sich auf 7,5 Mill. Euro Antrittsgeld, eine Million Euro Siegprämie pro Gruppenspiel, zwei Mill. für jeden Viertelfinalisten, drei Mill. für jeden Halbfinalisten, 4,5 Mill. für den Verlierer des Endspiels, 7,5 Mill. für den neuen Europameister. Die Finalisten Deutschland und Spanien können demnach auf maximal 22 Mill. Euro kommen. Insgesamt betrugen die Prämien für die Mannschaften 184 Mill. Euro (129 Mill. Euro 2004 in Portugal).

4 000 Euro Abstellgebühr pro Spieler und Tag

Die Verbände wiederum sollen von ihren Prämien die Abstellgebühren zahlen, welche die Uefa im Winter den Vereinen zugesichert hat. Die betragen 4 000 Euro pro Tag pro Spieler, schlagen also mit 92 000 Euro täglich zu Buche.

Das Unterstützungsprogramm der Uefa läuft derweil unter dem Namen Hattrick und teilt sich in folgende Bereiche auf: Investitionsprojekte (bauliche Maßnahmen wie Stadien, Trainings- und Ausbildungsstätten, Kunstrasenprojekte usw.), Solidaritätszahlungen an Verbände (die Zahlungen variieren entsprechend der Teilnahme an Junioren- und Frauenwettbewerben, der Einhaltung des Uefa-Klublizenzierungsverfahrens sowie der Mitgliedschaft in Schiedsrichter- und Trainerkonventionen), Hattrick-Ausbildung (Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern der Mitgliedsverbände im technischen und administrativen Bereich). Zur Finanzierung dieser Projekte sind insgesamt Euro 450 Mill. budgetiert.

Mit den restlichen rund 250 Mill. finanziert die Uefa sämtliche Junioren- und Frauenwettbewerbe bis 2012, das gesamte Schiedsrichter- und Trainerprogramm und Teile der Uefa-Administrationskosten.

Abgesehen davon nutzt die Uefa die Strahlkraft der Europameisterschaft auch, um humanitäre Projekte zu fördern. Beispielhaft sei erwähnt, dass das Internationale Rote Kreuz (IRK) 4 000 Euro pro geschossenem Tor erhält.

© SID

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