Fußball EM
Unruhe in der Ukraine wegen EM 2012

In der Ukraine sorgt die EM 2012 für Turbulenzen in der Regierung. Präsident Wiktor Juschtschenko setzt Premierministerin Julia Timoschenko wegen Verzögerungen öffentlich unter Druck.

Der ukrainische Staatspräsident Wiktor Juschtschenko hat auf die Verzögerungen in den Vorbereitungen auf die EM 2012 reagiert, indem er seine Premierministerin Julia Timoschenko unter Druck setzt. "Ich fordere sie auf, persönlich einzugreifen und die Situation sofort zu korrigieren, einen internationalen Skandal zu vermeiden und sicherzustellen, dass die EM-Vorbereitungen rechtzeitig und zuverlässig voranschreiten", erklärte Juschtschenko.

Hintergrund für die Äußerungen des Staatspräsidenten sind die ausbleibenden Renovierungsarbeiten am Nationalstadion in Kiew, wo in vier Jahren auch das EM-Finale stattfinden soll. Seit eine taiwanesische Firma im April den 190-Millionen-Euro-Auftrag erhalten hatte, haben die Bauarbeiten in Kiew noch immer nicht begonnen, obwohl man dem Zeitplan ohnehin bereits weit hinterher hinkte. Juschtschenko warf in diesem Zusammenhang den verantwortlichen Vertretern im Sportministerium Sabotage vor.

Uefa-Präsident Michel Platini hatte sich zuletzt besorgt über den Stand der Vorbereitungen in der Ukraine und im Co-Gastgeberland Polen geäußert und eine erneute Überprüfung der Lage im Juni angekündigt. Grigori Surkis, Präsident des ukrainischen Fußball-Verbandes, hatte zuletzt nicht mehr ausgeschlossen, dass seinem Land und Co-Gastgeber Polen der Auftrag der Europäischen Fußball-Union (Uefa) zur Ausrichtung der EM entzogen werden könnte, sollten die Probleme nicht umgehend behoben werden.

© SID

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