Fußball EM
Wechselgedanken und OP bei Cristiano Ronaldo

Portugals Superstar Cristiano Ronaldo muss sich einer Operation unterziehen. Dies verkündete der 23-Jährige nach der 2:3-Niederlage des Vize-Europameisters im EM-Viertelfinale in Basel gegen Deutschland. Bereits seit drei Monaten plage er sich mit kleineren Problemen im Fuß herum. Der Eingriff werde in Manchester vorgenommen.

Am Haupt des Königs aller Fußballer funkelten nur die brillantbesetzten Ohrstecker, der Blick hingegen war leer, die Mimik nach der Riesenenttäuschung eingefroren: Der Frust bei Portugals Superstar Cristiano Ronaldo saß nach der 2:3-Pleite gegen Deutschland im EM-Viertelfinale und der verpassten Chance auf das Triple tief. Englische Meisterschaft, Champions League, EM-Krone - das wäre eigentlich die standesgemäße Bilanz für den wohl zur Zeit spektakulärsten Fußballer der Welt gewesen.

Der 23 Jahre junge Beau von der Blumeninsel Madeira, der bei weiblichen und männlichen Fans Träume jeglicher Art weckt, machte eine Stunde nach dem unerwarteten EM-Abpfiff für die Brasilianer Europas klar, dass er nun eine neue Herausforderung im Leben sucht und braucht.

"Jeder weiß, was ich will. Es ist ein Traum. Für mich ist es eine einzigartige Gelegenheit. Wie Trainer Scolari schon sagte: Dies passiert dir nur einmal im Leben", sagte Ronaldo mit Blick auf den Wechsel des brasilianischen Fußball-Lehrers zum englischen Vizemeister FC Chelsea.

Das Geheimnis, das keines war, wurde von ihm selbst gelüftet. Nach einer Rekordsaison möchte er Manchester United verlassen und zu seinem Wunschverein Real Madrid wechseln. Ronaldo will die größtmögliche Fußball-Bühne, königlich sein, zu Bernd Schuster, vom Theater der Träume ins Weiße Ballett.

"Es hängt nicht von mir ab"

"Die Möglichkeiten für einen Wechsel sind groß, aber das hängt nicht von mir ab. Ich will nun mit den Verantwortlichen sprechen. In zwei oder drei Tage wisst Ihr mehr, dann wird man sehen, ob man eine Einigung erreichen kann", sagte das Objekt der Begierde.

42 Pflichtspieltore, Klub-Rekord von Ikone George Best weit übertroffen, Fußballer des Jahres in England: Kein Wunder, dass "Manu" und Teammanager Sir Alex Ferguson die einfache Sicht ihres Stars nicht teilen und die Schotten dichtmachen. "Cristiano Ronaldo is not for sale (nicht zu verkaufen)! In Bezug auf die Spekulationen in den Medien zur Zukunft von Cristiano Ronaldo wiederholen wir nochmals unseren Standpunkt: Wir werden uns keine Angebote anhören", hieß es in einem Statement auf der Internetseite des 17-maligen englischen Meisters am Freitag.

Eine Frage des Geldes? Derzeit wohl nicht. Gerüchten zufolge soll Real Madrid bereit sein, 100 Mill. Euro Ablöse zu bezahlen und Ronaldo 13 Mill. Euro netto pro Jahr zu überweisen. Die "Red Devils" haben wegen möglicher Avancen der Spanier bereits beim Weltverband Fifa interveniert, der sah aber keinen Einlass, um einzuschreiten.

Alex Ferguson hatte in seiner zuweilen schroffen Art unlängst angekündigt, das er das 2003 von Sporting Lissabon verpflichtete Fußball-Juwel lieber im `Reserveteam verrotten lassen' würde als es im Kampf um die Verteidigung der europäischen Krone an einen Konkurrenten abzugeben.

Nach Manchester zurückkehren wird Cristiano Ronaldo auf jeden Fall, ob er dort wie vertraglich vereinbart bis 2012 seinen Dienst verrichtet, darf allerdings in Frage gestellt werden. Zunächst einmal wird er sich in der einstigen Industriemetropole einer Fuß-Operation unterziehen. Ronaldo: "Ich habe drei Monate mit einer Fußverletzung gespielt. Ich will das Problem beheben und rechtzeitig zur nächsten Saison fitwerden." Für wen auch immer.

© SID

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