Fußball-Liga und Kirch einigen sich
Näher "ran"

Für die Fußballsendung "ran" des Privatsenders Sat.1 wird ab dem nächsten Bundesliga-Spieltag am 8. September um 19.00 Uhr ausgestrahlt statt wie an den ersten vier Spieltagen um 20.15 Uhr.

afp/dpa FRANKFURT. Wie die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Montag in Frankfurt am Main mitteilte, stimmte der Präsidialausschuss der DFL einem entsprechenden Vorschlag der Münchner Kirch-Gruppe zu. Kirch gehören die Fernsehrechte an der Bundesliga. Demnach wird außerdem die Sendedauer von "ran" von vorher zwei Stunden auf künftig nur noch 75 Minuten verkürzt, zudem soll wieder die sportliche Berichterstattung im Mittelpunkt stehen. "Mit der Rückverlegung der Anfangszeiten sind wir auf den überwältigenden Wunsch der Fans eingegangen," erklärte DFL-Präsident Werner Hackmann. Von jedem Spiel sollen weiterhin mindestens sechs Minuten gezeigt werden. Die Regelung soll zunächst bis Saisonende gelten.

Der zur Kirch-Gruppe gehörende Sender Sat.1 hatte den Termin von "ran" zu Beginn der Saison vor vier Wochen von 18.30 Uhr auf 20.15 Uhr verlegt. Damit lief erstmals in der Geschichte der Bundesliga die Fußball-Berichterstattung nicht mehr im Vorabendprogramm. Kirch wollte so das stockende Geschäft seines Bezahlsenders "Premiere World" ankurbeln, wo alle Spiele live laufen. Allerdings fiel der neue Sendeplatz und das verstärkt auf Interviews und Hintergrundberichte setzende Konzept bei den Fans glatt durch: Nachdem an den ersten beiden Spieltagen nur knapp über zwei Mill. Zuschauer eingeschaltet hatten, sank die Quote am dritten Spieltag auf ein Rekordtief von 1,68 Mill. Zuschauern. Am vergangenen Samstag hatten 1,76 Mill. Menschen die Sendung eingeschaltet. Im Schnitt der vergangenen Spielzeit hatten noch knapp fünf Mill. Menschen "ran" gesehen.

Nach Angaben von DFL-Chef Werner Hackmann hat mit der Rückverlegung von "ran" auch der alte Vertrag der ARD mit der Kirch- Gruppe Bestand. Danach kann die ARD in der Tagessschau um 20 Uhr von drei Spielen Kurzberichte zeigen. ARD und Kirch-Gruppe hatten nach wochenlangem Streit einen Kompromiss gefunden, der mit der neuen "ran"-Zeit wieder hinfällig geworden ist.

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