Fußball
Marcel Koller neuer Trainer des 1.FC Köln

Die Suche hat ein Ende: Fußball-Bundesligist 1.FC Köln hat einen neuen Trainer gefunden. Der Schweizer Marcel Koller übernimmt ab sofort das Ruder bei den "Geißböcken" und wird damit Nachfolger von Friedhelm Funkel.

SID. Der 1. FC Köln hat einen neuen Trainer gefunden. Am Sonntag präsentierten die Rheinländer wie erwartet den Schweizer Marcel Koller als neuen Übungsleiter vorgestellt. Der 42-Jährige tritt die Nachfolge des am vergangenen Donnerstag entlassenen Friedhelm Funkel an und unterschrieb in Köln einen Vertrag bis 30. Juni 2006. Der Kontrakt gilt unabhängig von der Liga-Zugehörigkeit. Beim 1:2 gegen Hannover 96 am Samstag hatte Funkels ehemaliger Co-Trainer Jos Luhukay, der künftig neben Peter Greiber wieder als Assistent fungieren wird, die Mannschaft betreut. Koller leitete bereits am Sonntagvormittag die Übungseinheit bei den Rheinländern.

Koller führte Zürich zur Meisterschaft

Marcel Koller war Anfang Oktober bei Grasshopper Zürich nach nur fünf Spieltagen zurückgetreten. In der Vorsaison hatte er diesen Klub, bei dem er 24 Jahre lang Profi war, zur Meisterschaft geführt. Als Spieler holte Koller in der Schweiz fünf Titel, als Trainer zwei. Seine Stationen als Coach in der Schweiz waren der FC Wil (1997 bis 1998), St. Gallen (1999 bis 2001) und ab Januar 2002 die Grashoppers.

Trotz 90 Minuten Dauer-Offensive und einem Dutzend Hundertprozent-Chancen waren die Kölner am Samstag gegen Hannover 96 über ein 1:2 (1:1) nicht hinausgekommen. Wieder kein Sieg und wieder Hunderte von Fans, die ihre Wut über die bereits achte Niederlage im elften Spiel am Marathontor hinausschrien.

Der neue Mann auf der Kommandobrücke stand zu diesem Zeitpunkt schon lange fest, obwohl Manager Andreas Rettig die Frage nach dem neuen Coach weiter beharrlich abblockte. Bereits am Samstagabend wurde der Vertrag mit dem Schweizer unterzeichnet. Koller war immer Rettigs Wunschkandidat gewesen. "Ich habe immer gesagt, dass ich mir Marcel Koller als neuen Trainer in Köln vorstelle", sagte Rettig, den den neuen Hoffnungsträger nach einem langen Gespräch am Sonntagmorgen der Mannschaft um 11.00 Uhr auf dem Trainingsplatz persönlich vorstellte.

Luhukay war "unendlich traurig"

Interimstrainer Jos Luhukay war am Samstag noch "unendlich traurig" gewesen, auch Rettig wirkte erstmals angeschlagen: "Wir haben wirklich allen Grund, niedergeschlagen zu sein. Mehr geht bei uns nicht, wir haben leidenschaftlich gekämpft und stehen wieder mit leeren Händen da. Das geht aufs Gemüt."

"Größere Chancen als wir kann man nicht haben", sagte Luhukay, der das erste und letzte Mal Cheftrainer in Köln war. Schon am Samstag hatte auch Luhukay den Wunschkandidaten Koller indirekt bestätigt. "Ich würde gern als Assistent von Koller arbeiten, aber ich muss natürlich erst einmal seine Fußballphilosophie kennenlernen", sagte der Interimscoach, dem natürlich am Sonntag ebenfalls ein Stein vom Herzen fiel, als seine Weiterbeschäftigung feststand."

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