Fußball Olympia
CAS-Entscheidung steht weiter aus

CAS-Generalsekretär Mathieu Reeb kündigte an, dass ein Urteil im Streit um Olympia-Teilnahme der Profis Rafinha und Gojko Kacar erst nach Stellungnahme der Gegenseite gefällt wird.

Wie CAS-Generalsekretär Matthieu Reeb dem Sport-Informations-Dienst (sid) am Mittwoch bestätigte, wird der Internationale Sportgerichtshof (CAS) im Streit um die Olympia-Teilnahme der Profis Rafinha und Gojko Kacar erst in den nächsten Tagen entscheiden, ob und wann ein Urteil gefällt wird.

Die Bundesligisten Schalke 04 und Hertha BSC Berlin klagen gegen den brasilianischen und serbischen Verband. "Die Klageschrift von Schalke und Hertha ist unserer Zentrale in Lausanne, aber nicht bei unserer ad-hoc-Kammer in Peking eingegangen. Jetzt muss zunächst die Gegenseite die Möglichkeit bekommen, Stellung zur Sache zu nehmen", sagte Reeb. Hans-Georg Felder, Pressesprecher bei der Hertha, versicherte jedoch, auch in Peking die Klage eingereicht zu haben.

Nachdem sich der Weltverband Fifa als nicht zuständig betrachtet hatte, hatten die beiden Bundesligisten am Dienstag den CAS angerufen. In der Klage wurde von die Verbände gefordert, Rafinha (Brasilien/Schalke) und Kacar (Serbien/Berlin) nicht weiter einzusetzen und sie sofort nach Deutschland zurückzubeordern.

Rafinha und Kacar am Mittwoch noch im Einsatz

Ungeachtet dessen liefen die beiden Bundesliga-Profis auch am Mittwoch in Peking für ihre Nationalmannschaften auf. "Ich habe von den Serben nichts anderes erwartet, als dass sie auf Zeit spielen", sagte Hertha-Manager Dieter Hoeneß, der nach dem Vorrunden-Aus der Serben für Mittelfeldspieler Kacar einen Flug am Donnerstag buchte.

In der Frage um die grundsätzliche Abstellungspflicht hatte der CAS zuvor entschieden, dass die Klubs ihre Spieler für Olympia nicht abstellen müssen. Die Bundesligisten riefen ihre Profis allerdings nicht zurück, sondern knüpften den Verbleib ihrer Spieler in China an die Bedingung, dass die Verbände eine Versicherung für die Profis abschließen und Abstellungsgebühren entrichten. Bis zuletzt haben Brasilien und Serbien aber nicht auf die Forderungen der Klubs reagiert.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%