Fußball Olympia
Die "Großen Vier" sind unter den letzten Acht

Italien, Brasilien, Argentinien und die Niederlande stehen im Viertelfinale der Olympischen Spiele. Dazu gesellen sich Nigeria, Kamerun, Belgien und die Elfenbeinküste.

Die Goldkandidaten Brasilien und Argentinien mit Stil, Italien im Schongang und die Niederlande mit reichlich Glück: Die favorisierten Teams haben sich in der Vorrunde des olympischen Fußballturniers durchgesetzt und fast alle als Gruppensieger das Viertelfinale erreicht. Nur "Oranje" wurde Zweiter hinter Nigeria und muss nun in der K.o.-Runde am Samstag gegen Argentinien ran.

Die "Gauchos" behaupteten Platz eins der Gruppe A dank eines 2:0 (1:0) gegen Serbien, das ebenso ausschied wie Australien aufgrund der 0:1 (0:0)-Niederlage gegen die Elfenbeinküste. Die muss in der Runde der letzten Acht gegen Nigeria ran. Brasilien, nach dem 3:0 (1:0) gegen China souverän Erster der Gruppe C, spielt gegen Kamerun.

Im Halbfinale winkt der Südamerika-Gipfel

Zum Gigantenduell gegen Erzrivale Argentinien kommt es dann - einen Erfolg beider Teams vorausgesetzt - im Halbfinale. Auf dem Weg dorthin muss Italien gegen Belgien antreten, das sich mit einem 1:0 (1:0) gegen zehn Neuseeländer in Gruppe C auf Platz zwei hinter den Brasilianern und zum letzten Viertelfinal-Ticket zitterte.

Bundesliga-Legionär Diego von Werder Bremen nach Doppelpass mit Kapitän Ronaldinho (18.) und Thiago Neves (69./73.) trafen für die "Selecao", die als einziges Team neben Argentinien alle drei Spiele der Vorrunde gewann. Der Schalker Rafinha wurde wie einige andere Stammspieler geschont, er soll aber gegen den Willen seines Klubs weiter in China bleiben und dort auch spielen.

Messi geschont

Auch Argentinien gönnte einigen Spielern eine Pause. Superstar Lionel Messi sah die Tore von Ezequiel Lavezzi (13., Foulelfmeter) und Diego Buonanotte (84.) so nur von der Bank aus. Einen weiteren Strafstoß von Angel di Maria wehrte Vladimir Stojkovic ab. Serbiens Coach Ratomir Dujkovic wollte nicht auf den Berliner Gojko Kacar verzichten und hat so den Streit zwischen Klub und Verband um die Abstellung des Profis verschärft.

Mit einem späten Elfmetertor hat der Ex-Nürnberger Gerald Sibon die niederländische "Elftal" vor dem drohenden Vorrundenaus bewahrt. Der Stürmer traf beim 1:0 (0:0)-Sieg gegen Japan in der 74. Minute per Strafstoß und sicherte "Oranje" Platz zwei in Gruppe B hinter den Nigerianern, die zehn US-Amerikaner 2:1 (1:0) bezwangen. Michael Orozco hatte schon nach drei Minuten Rot gesehen.

Stuttgarter Georges Mandjeck sah Rot

In der Gruppe D sicherte sich erwartungsgemäß Favorit Italien Rang eins. Wie Brasilien blieben die "Azzurri" auch im dritten Spiel ohne Gegentor, gegen zehn Kameruner taten sie sich aber sehr schwer. Georges Mandjeck (VfB Stuttgart) sah zu Unrecht die Rote Karte.

"Das war die schlechteste Partie bei den Olympischen Spielen. Jeden dritten Tag zu spielen, ist eben hart", sagte Italiens Trainer Pierluigi Casiraghi über die enttäuschende Leistung. Casiraghis Elf hatte zudem Glück, als Torwart Emiliano Viviano gleich zu Beginn des Spiels einen Handelfmeter von Aurelieu Chedjou hielt.

© SID

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