Fußball, Tennis und Reiten
Neue Sorgenkinder 2004 in Athen

Der Vorsitzende der Koordinierungskommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Denis Oswald, hat Athen nach einer zweitägigen Inspektion Fortschritte in der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2004 bescheinigt. Gleichzeitig stellte er aber Verspätungen und Probleme beim Bau eines Fußballstadions sowie der Reit- und Tennisanlagen fest.

dpa ATHEN. "Allgemein sind wir zufrieden. Doch ich werde es abermals wiederholen: Zeit ist wertvoll. Sie darf uns nicht davon laufen", sagte Oswald am Donnerstag in Athen.

Zuvor war bekannt geworden, dass die Modernisierung des Stadions "Karaiskaki" im Vorort Faliron, wo das Endspiel des Fußballturniers 2004 stattfinden sollte, geplatzt sei. Das Nationale Olympische Komitee habe sich mit dem Bauunternehmer und der Mannschaft von Olympiakos Piräus nicht einigen können. Mängel stellte Oswald auch beim Bau der Reitanlagen und der Tennisplätze fest. Nun suchen die Griechen nach einem anderen Stadion im Raum Athen. "Das Endspiel muss in Athen stattfinden", betonte Oswald.

Das IOC macht sich offenbar auch Sorgen um die Ruhepause, die traditionell in den Sommermonaten in Griechenland eintritt. Wie es in einer Erklärung des IOC unter anderem hieß, sei es "ganz wichtig, dass die Geschwindigkeit und die Qualität der Arbeit" weiter beibehalten wird. Dies gelte besonders für die Sommermonate, in denen "Athen normalerweise eine Ruhepause genießt", hieß es in einer Pressemitteilung des IOC.

Der Schweizer gab weiter bekannt, dass das IOC den Griechen eine Reihe von Änderungen in den Sportanlagen für Kanu-Slalom erlaubt habe, damit die Kosten der Spiele 2004 nicht zu hoch werden.

Die Vorsitzende des Athener Organisationskomitees (ATHOC), Gianna Angelopoulos Daskalaki erklärte am Donnerstag, dass sich die Hauptstadt in den nächsten Monaten besonders auf die Wettkampfstätten und die Bauvorhaben für den Transport konzentrieren werde. Als erster vorolympischer Test findet zwischen dem 12. und dem 25. August eine Segelregatta statt.

Angelopoulos Daskalaki sprach auch die Verspätungen im Bau einer Bahnlinie an, die den neuen Großflughafen mit dem Zentrum der Hauptstadt verbinden soll. Dabei deutete sie an, das auch der Bau nur der Hälfte des Projektes "genug für die Spiele 2004" wäre. Die Stadt Athen hatte in den vergangenen Tagen Einspruch gegen den Verlauf der Gleise durch Athen eingelegt, weil dies "die Stadt zweiteilen" würde. Transportexperten gehen davon aus, dass im Jahre 2004 nur ein Teil der Bahnlinie fertig gestellt sein wird.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%