Fußball- und Politik-Prominenz haben sich angesagt
Seeler wird als erster Sportler Ehrenbürger Hamburgs

Fußball-Idol Uwe Seeler wird morgen bei einem Festakt mit 1000 geladenen Gästen als erster Sportler zum Ehrenbürger Hamburgs ernannt.

HB HAMBURG. "Uns Uwe ist ein Hamburger Urgestein", begründet Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust (CDU) die Wahl. "Er steht für Fairness und Glaubwürdigkeit. Trotz seiner großen Erfolge ist er immer auf dem Boden geblieben ist", sagt von Beust. Dem Schriftsteller Siegfried Lenz wurde 2001 als bislang Letztem diese Ehre zuteil. Lenz und Altkanzler Helmut Schmidt sind die beiden noch lebenden Ehrenbürger, die zur Feier im Rathaus erwartet werden. Zudem hat sich die deutsche Fußball-Prominenz von Franz Beckenbauer bis Günter Netzer angekündigt.

Der 67 Jahre alte Ehrenspielführer der Fußball-Nationalmannschaft erhält nach dem Großen Bundesverdienstkreuz am Band als 30. Persönlichkeit die hohe Auszeichnung seiner Heimatstadt. "Ich bin nicht gerade aufgeregt, aber die Spannung ist da, in meiner Lieblingsstadt ausgezeichnet zu werden", so Seeler, der sich aber auch nach dieser "außergewöhnlichen" Würdigung nicht verändern will: "Ich habe nicht damit gerechnet, Ehrenbürger zu werden. Ich bin nun sehr stolz. Aber ich bleibe, wie ich bin."

Entscheidend für seine Karriere, in der er drei Mal Fußballer des Jahres (1960/64/70) wurde und für den Hamburger SV in 900 Spielen mehr als 1000 Tore schoss, sei das Elternhaus gewesen. "Unser harmonisches Familienleben war der Grundstock für meine Erfolge", verriet der 72fache Nationalspieler, der an vier Weltmeisterschaften teilnahm. Seit seinem neunten Lebensjahr ist der Sohn des Hamburger Schutenführers Erwin Seeler mit dem Hamburger SV verbunden: "Ich trage die Raute in meinem Herzen."

Die von Finanzskandalen und sportlichem Misserfolg überschattete zweieinhalbjährige Amtszeit (1995-98) als HSV-Präsident ist längst abgehakt. Seitdem hält sich der ehemalige Mittelstürmer aus dem Fußball-Geschäft heraus und übt nur noch leise Kritik am HSV: "Ein Traditionsverein muss Tradition leben, da haben wir noch Nachholbedarf."

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