Fußball
Werder zieht Fifa-Klage nicht zurück

Vizemeister Werder Bremen hält im Streit um die Olympia-Abstellung seines Spielmachers Diego an seiner Klage gegen den Weltverband Fifa vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne fest. Manager Klaus Allofs hatte tags zuvor auch einen Rückzug der Klage in Erwägung gezogen.

Zudem erklärte der Klub, dass der CAS eine Anhörung mit anschließender Entscheidung bis spätestens kommenden Dienstag in Aussicht gestellt habe.

Fifa-Richter Slim Aloulou (Tunesien) hatte am Mittwoch mit Blick auf das olympische Fußball-Turnier eine zwingende Abstellungspflicht der Klubs für Spieler unter 23 Jahren festgestellt. Nach Prüfung der Urteilsbegründung sei die Geschäftsführung von Werder Bremen zu der Auffassung gekommen, "dass sich an den Fakten des Streitfalls nichts geändert hat", schrieb Werder in einer Pressemitteilung.

"Urteil basiert nicht auf aktuelle Statuten"

"Ähnlich wie schon im Rundschreiben des Fifa-Präsidenten vor zwei Wochen basiert auch das Urteil des Richters in keiner Weise auf den aktuellen Statuten, in denen klar geregelt ist, unter welchen Voraussetzungen ein Klub einen Spieler abzustellen hat. Beschlüsse des Fifa-Dringlichkeits-Komitees, das Ausnahmen von diesen Regelungen erlauben könnte, konnten vom Richter nicht nachgewiesen werden", hieß es weiter.

Die weiteren Verfahren von Werder Bremen und Ligarivale Schalke 04, der auf eine Rücksendung von Diegos brasilianischem Teamkollegen Rafinha hofft, gegen das Internationale Olympische Komitee (IOC) und das Nationale Olympische Komitee Brasiliens waren vom CAS nicht zur Entscheidung angenommen worden.

© SID

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