Fußball zwischen Tier-Paradiesen und Palmen
Südafrika zieht für WM 2010 alle Register

Im Rennen um die Ausrichtung der ersten Fußball-Weltmeisterschaft auf afrikanischem Boden im Jahr 2010 ziehen die Südafrikaner alle Register. Zur WM-Vergabe am Samstag am FIFA-Sitz in Zürich wurden ihre obersten Sympathieträger, die beiden Friedens-Nobelpreisträger Nelson Mandela und Erzbischof Desmond Tutu, abgeordnet. Und als Argumentationshilfe in letzter Minute wird sogar das Wetter bemüht.

HB DURBAN. Bei den Rivalen Marokko und Ägypten herrschen in den WM-Monaten Juni/Juli zwischen Nil und Atlas-Gebirge Schweiß treibende 35 Grad, heißt es. Südafrika dagegen, sagte der Meteorologe des nationalen Wetteramts im Fernsehen, garantiere frühlingshafte Bedingungen: Blauer Himmel und sehr verträgliche 22 Grad Celsius.

Mandelas Enkel versprechen der Kicker-Gemeinde Weltklasse-Fußball zwischen Tier-Paradiesen und Palmen. Zehn Jahre nach der weltweit bewunderten friedlichen "Wende am Kap", die das Ende von Apartheid und weißer Vorherrschaft besiegelte, wollen die Südafrikaner nun zum großen Schlag ausholen. Die WM-Endrunde soll das gespaltene Land rund um ein großes Ideal zusammenführen, Arbeitsplätze schaffen und zugleich Afrikas Negativ-Image gehörig aufpolieren. Nicht wenige Südafrikaner haben dabei das Gefühl, die Welt schulde ihnen diese WM.

"Ein Zuschlag wäre das bedeutendste Ereignis in der jüngeren Geschichte Südafrikas. Es gäbe uns die Chance, der Welt einen neuen, erfrischenden Blick auf Afrika zu bieten", glaubt Danny Jordaan, der Leiter der Bewerbungskommission. Seit 1997 kämpft der Nach-Apartheid- Staat bereits um die WM und hat dabei umgerechnet 24,3 Millionen Euro (193 Millionen Rand) ausgegeben - doch die WM 2006 wurde knapp an Deutschland vergeben. "Von der Qualifikation her betrachtet hatte Deutschland damals das Recht darauf, zu gewinnen", sagt Jordaan heute rückblickend und gibt sich dabei als guter Verlierer.

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