Archiv
Futures drehen ins Plus

Nach dem es in den frühen Morgenstunden noch nach einem gemischten Handelsstart aussah, arbeiten sich die Futures am Morgen zunehmend ins Plus vor.

Zur Stunde deuten sie auf einen behaupteten Handelsstart. Der S&P 500 Future deutet zwei Punkte ins Plus. Der Eröffnungsindikator der Nasdaq tendiert sechs Punkte im Plus.

Die gemischte Nachrichtenlage dürfte am Mittwoch die Marktstimmung bestimmen. Während Brokerwerte von positiven Kommentaren profitieren, leiden die Hersteller von Telekom-Komponenten unter Analystenschelte. Denn die Investitionen für den mobilen Telekommunikationssektor dürften im kommenden Jahr zu ersten Mal sinken. Das prognostizieren zumindest die Analysten von Merrill Lynch. Der weltweite Umsatz des Mobilfunksektors dürfte im kommenden Jahr um fünf Prozent auf 40 Milliarden Dollar zurückgehen, so die Experten. Ursprünglich hatten die Analysten für denselben Zeitraum ein Umsatzwachstum von zehn Prozent erwartet.

Die Aktien von Motorola, Nokia und Tellabs gehören am Morgen zu den am meisten gehandelten Papieren und verlieren an Wert. Die Aktie von Motorola büßt bereits im frühen Handel 4,5 Prozent ein. Der Mobiltelefonkonzern generiert rund ein Fünftel seines Umsatzes mit dem Absatz von Netzwerkzubehör. Die Aktien von Texas Instruments, Produzent von zwei Drittel aller weltweit verwandten Chips für Mobiltelefone, und Lucent Technologies, weltgrößter Hersteller von Telekommunikationszubehör, rutschen ebenfalls ins Minus.

Ebenfalls unter Druck geraten dürften zur Wochenmitte die Aktien des Automobilsektors. General Motors, Ford und DaimlerChrysler verzeichnen für den Monat August drastische Rückgänge. Die drei Konzerne büßten zugunsten ihrer Konkurrenten aus Übersee 3,7 Prozent ihres Marktanteils auf 59,8 Prozent ein. Am stärksten ist Chrysler betroffen: Im Vergleich zum Vorjahresmonat konnte die Daimler-Tochter 24 Prozent weniger Wagen absetzen. Bei Ford gingen die August-Verkäufe nun um 8,4 Prozent zurück, bei General Motors um 7,6 Prozent. Und der Abwärtstrend soll anhalten: Analysten rechnen damit, dass US-weit bis Jahresende insgesamt nur 16,1 Millionen Autos verkauft werden - im Vorjahr waren es 17,5 Millionen. Die Werte notieren schwächer.

Vorbörslich freundlicher tendieren die Aktien des Brokersektors. Die Analysten von UBS Warburg stufen die Titel von Lehman Brothers, Goldman Sachs und Merrill Lynch und Morgan Stanley von "halten" auf "kaufen". Zwar sei das Marktumfeld des Sektors nach wie vor schwach, doch erwarten die Experten eine Erholung im vierten Quartal. Die Analysten reduzieren zwar die Geschäftsprognosen für die Unternehmen, halten es aber für einen guten Zeitpunkt nun einzusteigen.

Gute Nachrichten treiben dagegen die Aktie von Biotechnologieunternehmen Genentech ins Plus. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat der Marktzulassung von Cathflo Activase, einem Medikament zur Behandlung von Thrombose, zugestimmt.

Schwächer notiert am Morgen dagegen die Aktie von Wal-Mart. Der Einzelhandelskonzern wird in seinen Filialen bis Mitte Oktober keine Visa-Karten als Zahlungsmittel akzeptieren. Damit protestiert die größte Einzelhandelskette der Welt gegen die "unverschämt" hohen Visa-Gebühren.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%