Archiv
Futures gemischt

Der S&P Future sieht nicht gut aus. Der Eröffnungsindikator deutet erneut auf eine schwache Eröffnung. Nur der Nasdaq Futures zeigt sich kurz vor Handelsbeginn von seiner stärkeren Seite.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung fiel in der vergangenen Woche um 1000 auf 379.000 Anträge. Damit liegt die Zahl der Anträge nach wie vor nahe dem höchsten Niveau seit 1998. Die über vier Wochen betrachtete durchschnittliche Anzahl an Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung stieg auf 377 000 Anträge. Analysten und Beobachter rechnen nun mit einem weiteren Anstieg der Arbeitslosenzahlen. Lag die Arbeitslosenquote im Februar noch bei 4,2 Prozent könnte sie bis zum Ende des Jahres sogar 4,5 Prozent erreichen, prognostizierte eine Analystin.

Zusätzlich belastet die augenblickliche Sparsamkeit der Amerikaner den Börsenmarkt. Am 15. April muss jeder Bürger der USA seine Steuererklärung abgeben. Daraufhin könnten Steuernachzahlungen anstehen. Um für größere Beträge gewappnet zu sein, halten die Amerikaner in dieser Jahreszeit traditionell ihr Kapital zurück.

Da sich im Halbleiterbereich schlechte Nachrichten häufen, traut sich Lucent Technologies nicht sein Tochterunternehmen Agere Systems an die Börse zu bringen. Investoren würden im Augenblick Aktien von Chipherstellern meiden, so das Lucent Mangement.

Die Gerüchte, dass Procter & Gamble Arbeitsplätze abbaut, haben sich bestätigt. Der Konsumgüter-Konzern wird 9.600 Arbeitsstellen oder neun Prozent der Mitarbeiter abbauen, gab das Unternehmen vor Börseneröffnung bekannt. Das Wall Street Journal berichtete gestern, dass Entlassungen von 10 bis 20 Prozent der Belegschaft in Erwägung gezogen würde. Die Entlassungen werden bereits in diesen Tagen beginnen. Insgesamt hofft der Konzern durch diese Maßnahmen 1,4 Milliarden einzusparen.

Stärker tendiert dagegen Micron Technology. Das Halbleiterunternehmen hat gestern nach Börsenschluss Zahlen vorgelegt. Die Chipsparte des größten US-Herstellers von DRAM Speicherchips konnte das zweite Quartal knapp in der Gewinnzone beschließen. Doch das Gesamtergebnis kann Micron Technology erst in der kommenden Woche vorlegen. Denn die Tochtergesellschaft Micron Electronics meldet erst an diesem Freitag Ergebnisse. Analysten zeigen sich positiv überrascht, dass die Chipsparte nicht mit einem Verlust abschließen wird.

Eine Gewinnwarnung von dem Charles Schwab erschüttert vorbörslich den Bereich der Online-Broker. Das Unternehmen wird die Prognosen für das laufende Jahr nicht einhalten können. Außerdem muss Schwab Mitarbeiter entlassen.

Die Aktie von AOL Time Warner könnte heute Schwung von neuen Abonnentenzahlen erhalten. Der Internetprovider AOL verzeichnete zum Jahreswechsel 4,6 Millionen Abonnenten in Europa. Damit stieg die Kundenzahl im Jahr 2000 um 40 Prozent in 2000. Michael Lynton, Chef von AOL International sagte, dass der weltgrößte Online-Dienst keine negativen Auswirkungen durch die schwache Wirtschaft zu spüren bekam.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%