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Futures im Plus

Nach zwei schwachen Handelstagen liegt sowohl der Dow Jones Future als auch der Nasdaq Future wieder in der Gewinnzone. Zahlreiche Entlassungen, unsichere Zukunftsausblicke und schwache Quartalszahlen können die Indizes vor Handelsbeginn nicht in die Verlustzone treiben.

Mit Spannung erwarten die Experten die für 16.00 Uhr MEZ angekündigte Veröffentlichung des Verbrauchervertrauens für den Monat März. Die Wall Street Ökonomen gehen von einem Rückgang von sechs Punkten auf 111 Zähler aus. Noch im März konnte der Index um 7,8 Punkte auf 117 Zähler ansteigen.

Lucent Technologies enttäuschte die Anleger vor Handelsbeginn mit einem schwachen Quartalsergebnis. Statt des von Analysten erwarteten Verlustes von 23 Cents je Aktie hat der Telekommunikationsausrüster einen Fehlbetrag von satten 37 Cents je Aktie ausgewiesen. Nachdem das Management in den vergangenen fünf Quartalen vier Mal die Gewinnerwartungen reduziert hatte, ist das schwache Ergebnis besonders enttäuschend. Die Aktie notiert vorbörslich leicht im Minus.

JDS Uniphase zieht den Glasfaserbereich vor Handelsbeginn in den Keller. Zwar fielen die Quartalszahlen des Herstellers von Glasfaserkomponenten im Rahmen der Analystenerwartungen aus, doch warnte das Management schon jetzt vor deutlich schwächeren Ergebnissen im laufenden Quartal. Um Kosten zu senken, sollen Produktionsstätten nach China verlegt werden. Außerdem plant das Management, 5000 Arbeitsplätze abzubauen und mehrere Geschäftsbereiche zu schließen. Die Aktie des Glasfaserunternehmens liegt vor Handelsbeginn mit über vier Prozent im Minus. Auch die Konkurrenten Ciena und Corning tendieren schwächer.

Auch auf dem Finanzsektor wird weiter entlassen. Nach der Citigroup, Merrill Lynch, Goldman Sachs und Bear Stearns plant auch Morgan Stanley Dean Witter die konjunkturellen Probleme durch Stellenstreichungen lösen. Dies bedeutet für 1500 Mitarbeiter oder vier Prozent der Belegschaft das Ende ihrer Investmentkarriere bei Morgan Stanley. Besonders betroffen sind Investmentbanker in den USA. Aber auch in Europa und Asien müssen Angestellte ihren Hut nehmen.

Der Dritte im Bunde der Stellenstreicher scheint Walt Disney zu sein. Der Los Angeles Times zufolge wird auch das Entertainmentunternehmen Entlassungen ankündigen. Vor allem die Mitarbeiter der Trickfilmstudios werden betroffen sein. Außerdem sollen die Gehälter um 30 bis 50 Prozent reduziert werden. Als Begründung wird die nachlassende Profitabilität in Teilen des Unternehmens geplant.

Erfreuliche Quartalszahlen liefert dagegen AT&T vor Handelsbeginn. Die größte amerikanische Telefongesellschaft hat ein solides Quartalsergebnis gemeldet. Die Gewinnerwartungen wurden mit einem Ertrag von sechs Cents je Aktie um einen Cent übertroffen. Auch der Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozent gesteigert werden. Für die Zukunft rechnet der Finanzchef Charles Noski jedoch mit Problemen im Ferngesprächsbereich, da der Konkurrenzkampf hier besonders auf die Gewinnmargen drücke. Die Aktie liegt vor Handelsbeginn leicht im Minus.

Der Chemiegigant DuPont konnte die Gewinnerwartungen der Analysten um drei Cents je Aktie übertreffen. Jedoch lag der Gewinn 37 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Der Umsatz fiel sogar um knapp zehn Prozent. Vor allem der Nachfragerückgang nach Bekleidungs-, Glasfaser- und Plastikprodukten habe zu dem schwächeren Ergebnis geführt.

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