Futures liegen im Minus
Zurückhaltung an der Wall Street angesagt

Die Standardwerte an der Börse in New York werden den ersten Handelstag der neuen Woche voraussichtlich mit Kursverlusten beginnen. Als Grund wurden von Marktbeobachtern die schwächer als erwartet ausgefallenen Arbeitsmarktdaten vom Freitag genannt, die "noch nicht ganz verdaut" seien. Zudem würden sich die Anleger vor der US-Zinsentscheidung am morgigen Dienstag mit Käufen zurückhalten.

dpa-afx NEW YORK. Bis 14:55 Uhr sank der S&P-Dezember-Future um 0,60 Prozent auf 1 153,50 Punkte. Im Frankfurter Xetra-Handel gab der indikative Dow-Jones-Index unterdessen um 0,47 Prozent auf 9 991,90 Zähler nach und unterschritt damit die 10 000-Zähler-Marke.

Am Freitag hatte der Standardwerte-Index Dow Jones Freitag mit 0,49 Prozent im Minus bei 10 049,46 Punkten geschlossen. Der marktbreite S&P-500-Index hatte um 0,76 Prozent auf 1 158,26 Zähler abgegeben. Als Grund für diese Kursrückgänge nannten Händler den schwachen Arbeitsmarktbericht für November, den das US-Arbeitsministerium am Freitag vorgelegt hatte. Dagegen war der Verbrauchervertrauens-Index der Universität von Michigan für Dezember unerwartet stark auf 85,8 Punkte gestiegen. Dennoch habe diese positive Nachricht die US-Börsen nicht ins Plus ziehen können, sagten Händler.

Im Blickpunkt der Anleger dürften am Montag die Aktien der Computerhersteller HP und Compaq stehen. Die geplante Fusion der beiden Unternehmen droht am Widerstand der Familien zu scheitern. Die einflussreichen Nachkommen der Gründer William Hewlett und David Packard, die zusammen rund 18 Prozent der Aktien kontrollieren, lehnen das Geschäft geschlossen ab. "Das Scheitern der Fusion rückt immer näher", urteilen auch die Analysten von Delbrück Asset Management in Frankfurt.

Am Freitag hatten die Aktien der beiden Computerhersteller unterschiedlich auf diese Entwicklung reagiert: Während Compaq nachbörslich um 1,31 Dollar auf 10,01 Dollar absackten, kletterte der Kurs der Anteilsscheine von Hewlett-Packard um 1,63 Dollar auf 25,15 Dollar.

Auch auf die Aktien von America Online und Gateway dürften die Anleger ein Auge haben: Das US-Internetunternehmen will nach Angaben des Computerherstellers Gateway 200 Millionen Dollar in Gateway-Vorzugsaktien der Serie A investieren. AOL werde auch eine in ihrem Besitz befindliche Wandelschuldverschreibung von Gateway über 200 Millionen Dollar in Gateway-Vorzugsaktien der Serie C eintauschen und den Computerhersteller damit von Zinslasten befreien, hieß es.

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