Archiv
Futures unbeirrt im Plus

"Im Bärenmarkt haben wir das Schlimmste jetzt überstanden" sagt Charles Schwab, Chef des gleichnamigen Brokerhauses. Und so scheinen es auch die Anleger zu sehen. Schlechte Produktivitätsdaten und gestiegene Arbeitsstückkosten können die Marktteilnehmer am Morgen nicht aus dem Gleichgewicht bringen. Trotz unerfreulicher Wirtschaftsdaten scheinen die Marktteilnehmer fest entschlossen zu sein, Kapital im Markt zu investieren. Sowohl der Eröffnungsindikator der Nasdaq als auch der S&P 500 Future deuten auf einen freundlichen Handelstag.

Vor Börsenbeginn nahmen die Marktteilnehmer tapfer die Produktivitätsdaten für das erste Quartal auf. Statt des erwarteten Produktivitätsanstiegs von einem Prozent ging die Produktionsmenge pro Zeiteinheit in den ersten drei Monaten des Jahres um 0,1 Prozent zurück. Noch im Vorquartal war die Rate um zwei Prozent angestiegen. Damit geht das Produktivitätswachstum erstmals seit sechs Jahren zurück. Die Arbeitsstückkosten stiegen dagegen um 5,2 Prozent und damit um fast 0,7 Prozent stärker als erwartet. Hierbei handelt es sich um den höchsten Anstieg seit 1997. Es sind wahrlich keine gute Nachrichten für diejenigen, die daran glauben, dass sich die US-Wirtschaft aus eigener Kraft erholen wird. Dennoch, die Anleger nehmen die Zahlen gelassen auf und schielen lieber auf die Unternehmensmeldungen des heutigen Tages.

Zu einem der größten vorbörslichen Gewinner gehört die Aktie von Priceline. Der Internet-Einzelhändler kündigte gestern Abend einen Personalwechsel an. Chairman Richard Braddock wird nun auch den Posten des CEO übernehmen. Der Aufsichtsrat begründet den Schritt mit einer neuen Unternehmensstrategie. Oberstes Ziel: Priceline will bis Ende des Jahres einen Gewinn ausweisen. Nachdem das Unternehmen die Anleger vergangenen Woche mit einem niedrigeren Verlust als erwartet erfreute, rückte Pricline dem Ziel ein Stückchen näher. Das Papier gewinnt vor Handelsbeginn fast 15 Prozent an Wert.

Schlechter bestellt ist es dagegen um Internet Kollegen Amazon. Nachdem die Analysten von Prudentiual Securities bereits gestern J.P. Morgan mit schlechten Kommentaren schadeten, stufen sie heute auch die Aktie des Online-Händlers auf "verkaufen" ab. Nachdem Amazons Umsatz in der Vergangenheit immer von konstanten oder wachsenden Kundenzahlen profitierte, stellen die Experten diesen Trend nun in frage und sehen weiteres Umsatzwachstum gefährdet. Das Kursziel sehen sie nun bei neun Dollar.

Cisco legt vor Handelsbeginn an Wert zu. Nachdem Brokerhaus Lehman Brothers gestern die Aktie aufstufte, erhöhen heute auch die Analysten von Morgan Stranley die Einstufung auf "outperformer". Der weltgrößte Netzwerkausrüster wird heute nach der Schlussglocke die Geschäftsergebnisse für das dritte Quartal bekannt geben. Im Vorfeld der Zahlen legt die Akte zu. Auch andere Technologie-Schwergewichte wie Intel und Motorola verteuern sich vor Handelsbeginn.

Nachdem 3Com gestern Arbeitsstellenkürzungen ankündigte, wetzt Dell heute das Kostenmesser. Der weltgrößte Direktvertreiber von Computern kündigte einen Monat vor Quartalsende an, in den nächsten sechs Monaten bis zu 4000 Arbeitsplätze zu streichen. Das entspricht rund zehn Prozent der Arbeitskraft. Die Gewinnprognosen für das erste Quartal werde Dell erfüllen können. Die Aktie gewinnt vorbörslich fast fünf Prozent an Wert.

Coca Cola legt vorbörslich an Wert zu, nachdem der weltgrößte Produzent von Erfrischungsgetränken die neue Werbung für das Power Ade Getränk vorstellte.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%