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G-8-Staaten für Training im Kampf gegen Internetkriminalität

Erste Ergebnisse bei der G-8-Konferenz zur Internet-Sicherheit: Vertreter von Justiz, Polizei und Unternehmen sollten im internationalen Rahmen an Trainingseinheiten teilnehmen.

Reuters BERLIN. Experten der führenden Industrienationen und Russlands (G-8) haben sich auf ihrer Konferenz zur Internet-Sicherheit nach Teilnehmerangaben auf ein gemeinsames Schulungsprogramm im Kampf gegen die Internet-Kriminalität verständigt. Vertreter von Justiz, Polizei und Unternehmen sollten im internationalen Rahmen an Trainingseinheiten teilnehmen, sagte Peter Kraaibeek von der IT-Sicherheitsfirma ConSecur am Mittwoch. Darauf habe sich am Dienstag eine G-8-Arbeitsgruppe geeinigt, an der er selbst beteiligt war. Die Konferenz von Regierungen und Industrie dauert noch bis Donnerstag.

Die Internet-Experten der Regierungen sollten zunächst Informationen aus allen Ländern zu Schulungsmöglichkeiten zusammentragen und auswerten, sagte Kraaibeek. Daraus solle dann ein Trainingsprogramm entwickelt werden, mit dem Polizisten, Justizbeamte und die Mitarbeiter von Unternehmen der Informationstechnologie (IT) auf die Bekämpfung von Straftaten im Internet vorbereitet werden sollten. Als Internet-Kriminalität werden Straftaten bezeichnet, die mit Hilfe des Internets begangen werden oder sich gegen die Datennetze selbst richten: von Kreditkartenbetrug über Kinderpornografie bis hin zu Hacker-Angriffen. Bevölkerung soll über die Gefahren aus Internet aufgeklärt werden

In der Arbeitsgruppe zum Thema Training herrschte Kraaibeek zufolge zudem Konsens darüber, dass die Bevölkerung verstärkt über Gefahren im Internet aufgeklärt werden müsse. Meinungsverschiedenheiten habe es dagegen in den anderen beiden Arbeitsgruppen gegeben, die sich mit der Vorbeugung von "Cybercrime" und mit dem Stellenwert der Strafverfolgung im Internet beschäftigt hätten. "Da gingen die Meinungen auseinander", sagte Kraaibeek. Es sei aber sehr offen diskutiert worden. Einigkeit habe unter den Nationen darüber geherrscht, dass die Kriminalität im Internet gestoppt werden müsse. "Das werden wir aber nie ganz schaffen, die Kriminellen sind uns immer einen Schritt voraus", sagte Kraaibeek.

Unter den G-8-Ländern gibt es nach Einschätzung deutscher Delegationsmitglieder Konflikte in der Frage, ob Strafverfolgung oder der Daten- und Persönlichkeitsschutz im Internet Priorität haben soll. Auch die Datenaufzeichnung durch Internet-Dienstleister zum Zweck der Strafverfolgung gilt als umstritten. Die Konferenzteilnehmer wollen am Donnerstag die Ergebnisse ihres Treffens offiziell vorstellen. Laut Kraaibeek sollen die Regierungsvertreter der G-8-Staaten noch in diesem Jahr auf einem Nachfolgegipfel im japanischen Hiroshima die Berliner Konferenz auswerten. Zu den G-8-Staaten gehören Deutschland, Japan, die USA, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada und Russland.

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