G7-Treffen beginnt: IWF-Chef Köhler für weitere Zinssenkungen

G7-Treffen beginnt
IWF-Chef Köhler für weitere Zinssenkungen

Zur Unterstützung des weltweiten Wirtschaftswachstums hat sich der Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF), Horst Köhler, für koordinierte Maßnahmen der Notenbanken ausgesprochen. Köhler sagte der "Financial Times Deutschland" (Freitagsausgabe), die internationale Gemeinschaft müsse zu zusätzlichen Aktionen bereit sein, wenn sich bestehende Gefahren eines konjunkturellen Abschwungs bestätigen sollten.

Reuters BERLIN. "Die Geldpolitik steht dabei in der ersten Reihe, das Wachstum zu verteidigen", sagte Köhler weiter. "Die Zentralbanken haben Raum für Zinssenkungen. Ich bin mir sicher, sie werden die Lage genau beobachten und in den nächsten Wochen zu dem Schluss kommen, dass sie die Zinsen senken müssen." Köhler forderte in dem Interview die Regierungen zudem auf, alle Möglichkeiten zu nutzen, um das Wachstum anzukurbeln.

Köhler hatte am Donnerstag vor der Presse in Washington erklärt, bei der am Wochenende beginnenden Frühjahrstagung von Weltbank und IWF sollte die Wiederherstellung des Vertrauens von Verbrauchern und Investoren weltweit Priorität haben. Die von dem Krieg im Irak ausgehenden Gefahren für die Weltwirtschaft seien begrenzt geblieben. Es sei aber noch zu früh, um sagen zu können, wie hoch die längerfristigen Kosten dieses Krieges ausfallen würden.

Die weltwirtschaftlichen Folgen des Irak-Kriegs dürften auch das Treffen der Finanzminister der sieben führenden Industrieländer (G7) und des IWF in Washington dominieren. Mitglieder der G7 sind Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, die USA, Kanada und Japan.

Der IWF hatte zuvor seine Wachstumsprognosen reduziert. Weltweit wird in diesem Jahr jetzt noch ein Wirtschaftswachstum von 3,2 % angenommen. In der letzten Prognose hatte der IWF noch auf eine Wachstumsrate von 3,7 % gehofft.

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