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Gabriel: Einigung ist ein „Riesenerfolg“

dpa HANNOVER. Niedersachsens Ministerpräsident Sigmar Gabriel (SPD) hat die Einigung bei VW als "Riesenerfolg" gewertet. "Wir können zum ersten Mal zeigen, dass es nicht nur um das Halten oder das sozialverträgliche Abbauen, sondern um die Schaffung neuer industrieller Arbeitsplätze geht", sagte Gabriel in Hannover. "Ich hoffe, dass wir auch an anderen Standorten von VW, etwa in Salzgitter, Emden oder Braunschweig, solche Modelle anwenden können, um in Zukunft Arbeitsplätze zu schaffen." VW und IG Metall hatten sich beim Tarifmodell 5000 mal 5000 in der Nacht geeinigt.

Gabriel sagte: "Für uns ist es besonders wichtig, dass bei VW jetzt Jugendliche unter 25, aber auch ältere Arbeitnehmer eingestellt werden. Das sind Gruppen, die uns auf dem Arbeitsmarkt die größten Sorgen machen." Bislang seien bei VW nur Beschäftigte unter 35 Jahren eingestellt worden. "Das alles ändert sich jetzt."

Der Erfolg des Tarifmodells 5000 mal 5000 liege darin, dass die Differenz zwischen dem Haustarifvertrag von VW und Flächentarifvertrag der Metallindustrie kleiner werde. "Überall dort, wo solche Differenzen bestehen, wird vermutlich jetzt die Debatte beginnen, so etwas zu tun", sagte Gabriel. Allerdings dürfe die besondere Situation bei VW nicht ohne weiteres auf andere Branchen übertragen werden, "weil es dort in vielen Bereichen Beschäftigung gibt, in denen weniger als 5000 DM (2556 ?) brutto verdient werden".

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