Archiv
Gäbs Gebote: Fair geht vor

Hans Wilhelm Gäb hat neun Thesen zum Leitbild der Stiftung Deutsche Sporthilfe formuliert:

1. Die Sporthilfe sieht einen wesentlichen Sinn ihrer Tätigkeit darin, in einer leistungsorientierten Gesellschaft Eliten zu fördern und sportliche Höchstleistungen zu ermöglichen.

2. Die Deutsche Sporthilfe ist gleichzeitig davon überzeugt, dass - über die sportliche Karriere hinaus - Leistungssportler nur dann zu beständigen Persönlichkeiten reifen und zudem Leitbilder der Gesellschaft werden können, wenn sie in Training, Wettkampf und im Umgang mit anderen Menschen bewusst und konsequent die Ideale und Prinzipien des Sports zu achten und zu verteidigen lernen.

3. Die Sporthilfe sieht den Sport auf allen Leistungsebenen als eine Lebensschule an, in der sich Toleranz, soziales Miteinander und Auseinandersetzung in Respekt vor den Regeln trainieren lässt. Die Sporthilfe entnimmt diesen Überzeugungen Legitimation für ihre eigene Arbeit. Sie anerkennt die positive Ausstrahlung von Eliten auf die Gesellschaft, sieht aber auch in den sozialen und gemeinschaftsbildenden Eigenschaften des Sports eine wesentliche Rechtfertigung für das von ihr erbetene Engagement von Wirtschaft und Politik im Sport.

4. Die Sporthilfe stellt sich deshalb gegen eine Entwicklung, die den Unterschied zwischen einem nach festen Regeln und den Prinzipien des Fair Play betriebenen Leistungssport und einem ausschließlich auf Gewinn ausgerichteten athletischen Showbusiness immer mehr verwischt.

5. Die Sporthilfe weist in einer Zeit der Begriffsverwirrungen die von ihr geförderten Athleten eindringlich darauf hin, dass sie auf ihrem von der Sporthilfe geförderten Weg zu Spitzenleistungen die ideellen Wege des Sports zu achten und zu verteidigen haben.

6. Die Sporthilfe erwartet von jedem geförderten Athleten, dass er - unabhängig von legitimen finanziellen Entschädigungen - als Botschafter einer Idee auftritt, die ihre Stärke, ihre Existenzberechtigung, ihre Förderungswürdigkeit und ihre Menschen verbindende Kraft nur aus ihren tatsächlich praktizierten Idealen schöpfen kann.

7. Die Annahme einer Förderung durch die Stiftung Deutsche Sporthilfe bedeutet deswegen nicht nur materielle Unterstützung. Sie beinhaltet auch ausdrücklich die Verpflichtung, ein fairer Sportler zu sein, die Regeln zu achten, Kameradschaft und Solidarität zu üben, in Anstand zu verlieren, in Bescheidenheit zu gewinnen und der Versuchung zu widerstehen, den Gegner zu betrügen oder den Schiedsrichter zu täuschen.

8. In Mitverantwortung für den Schutz der ideellen Werte im Sport wird die Deutsche Sporthilfe alle mit ihr verbundenen Athleten über diese Forderung informieren. Sie wird bei groben oder wiederholten Verstößen gegen diese Grundsätze dafür eintreten, die Förderung einzustellen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%