Gäste von Anfang an in der Defensive
Hertha fliegt durch Eigentor aus UEFA-Pokal

Der Druck auf Hertha-Trainer Huub Stevens wächst weiter: Die in der Bundesliga noch sieglose Mannschaft scheitert auch in der ersten Runde im UEFA-Pokal.

HB GRODZIS. Die Berliner verloren am Mittwoch 0:1 (0:0) bei Groclin Grodzisk und mussten sich nach dem 0:0 im Olympiastadion überraschend gegen Polens Vizemeister verabschieden. Kapitän Dick van Burik fälschte in der 83. Minute eine scharfe Eingabe von Piotr Piechniak aus Nahdistanz ins eigene Netz ab, wurde dabei aber hart von Grzegorz Rasiak bedrängt.

Die Gastgeber begannen vor nur 4200 Zuschauern im kleinen Groclin- Stadion stürmisch und drängten die Berliner von Anfang in die Defensive. Die Mannschaft von Trainer Huub Stevens konnte sich mehrfach bei Torhüter bei Gabor Kiraly bedanken, obwohl der Keeper auch einmal Glück hatte, als er eine Eingabe von Marcin Zajac vor dem eigenen Tor fallen ließ (5.). Kurz nachdem eine Flanke von Radek Mynar von der Latte ins Aus gerutscht war, rettete Kirlay im Herauslaufen gegen Sebastian Mila (18.). Auch bei einem Distanzschuss von Lukasz Gorszkow war der Schlussmann auf dem Posten (28.).

Stevens hatte überraschend auf seine defensiven Mittelfeld- Abräumer Niko Kovac und Pal Dardai verzichtet, auch der Belgier Bart Goor war nur Ersatz. Dafür spielten sämtliche deutschen Nationalspieler sowie in seiner Geburtsstadt auch Artur Wichniarek. Regisseur Marcelinho, der die Live-Übertragung der Begegnung in einem Berliner Kino verfolgte, wurde weiter schmerzlich vermisst.

Im Spielaufbau verloren Stevens' Schützlinge meistens viel zu schnell die Bälle. Erst nach einer guten halben Stunde kam Hertha BSC besser in die Partie, ohne sich jedoch bis zur Pause eine Torchance heraus zu spielen. Der erste Torschuss durch Michael Hartmann (38.) verfehlte sein Ziel weit. Fredi Bobic wartete vier Tage nach seiner starken Leistung gegen Island lange vergeblich auf verwertbare Zuspiele. Eine gute Figur machte Verteidiger Arne Friedrich gegen Andrzej Niedzielan, der Stürmer hatte am Wochenende beide Treffer gegen Kiraly beim 2:1-Sieg Polens in Ungarn erzielt.

Die erste Hertha-Chance besaß Josip Simunic nach dem ersten Hertha-Eckball, sein Kopfball wurde jedoch abgeblockt (60.). Groclin musste zunehmend dem hohen Anfangstempo Tribut zollen. Dadurch hatte Wichniarek die bis dahin beste Chance des Spiels: Ein Kopfball des Neuzugangs nach Flanke von Marko Rehmer sprang an den Pfosten und von dort in die Arme von Torhüter Mariusz Liberda (68.). Auch einen Fallrückzieher von Bobic erwischte Liberda noch (71.). Dann musste wieder Kiraly bravourös gegen Piotr Piechniaks Schuss retten (74.). Danach vergab erneut Wichniarek freistehend gegen Liberda (82.). Das rächte sich nur wenig später. Andreas Neuendorf vergab in der Nachspielzeit noch den möglichen Ausgleich.

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